Urs Huber
Urs Huber ist nicht zu bremsen

Eine Woche nach dem Sieg am Auftaktrennen der iXS-classic-Bikemarathon-Rennserie im Tessin, triumphiert Urs Huber auch in der Westschweiz – nachdem er am Vortag ein Langstreckenrennen in Deutschland auf Platz zwei beendet hatte.

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Huber

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Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Von Martin Platter

Die Elsa Bike Trophy war bisher so etwas wie ein dunkler Fleck in Urs Hubers Palmarès. Zu kurz, zu flach und zu schnell war ihm der mit 60 Kilometer kürzeste Lauf innerhalb der iXS classic. Den Rückstand zu den Spitzenfahrern möglichst klein halten, hatte deshalb sein Motto in der Vergangenheit geheissen. «Ich hatte Respekt, da ich an der Elsa noch nie unter die ersten drei kam», beschreibt der 23-jährige.

In diesem Jahr änderte er jedoch seine Taktik. Er wollte nicht mehr denselben Fehler machen wie in den Vorjahren und nahm sich vor, selbst in der schnellen Startphase das Rennen von der Spitze aus zu kontrollieren, damit keine Gruppe «wegschleichen» konnte.

Es gelang ihm tatsächlich. Dem Tempoforcing Hubers und der vorherrschenden Hitze war zu Beginn nur das BiXS-Duo Lukas Buchli und Thomas Stoll gewachsen. Doch beide fielen in der Folge aus. Stoll nach einem Sturz, Marathon-Schweizermeister Buchli wegen einer losen Pedalkurbel.

Neue Gesichter an der Spitze

An Stelle der Arrivierten feierten im Finale andere Fahrer wie Ruedi Biedermann und Stefan Roffler auf den folgenden Podestplätzen ihr bisher bestes Resultat innerhalb der Rennserie. Überragend war aber einmal mehr Huber, der Säuliämtler Sportler des vergangenen Jahres. Vier und mehr Minuten nahm er auf seiner Siegfahrt den Kontrahenten ab.

Die Leistung ist umso erstaunlicher, denn der Joner hatte am Vortag im 550 km entfernen Willingen im Hochsauerland bei relativ kühlen Temperaturen bereits ein echtes Langstreckenrennen mit 124 km und 3550 Höhenmetern bestritten und musste sich nur von Europameister Alban Lakata geschlagen geben.