Kohei Uchimura hat seinen vor Jahresfrist in London errungenen Titel als König der Turner problemlos verteidigt. Der 21-jährige Japaner setzte sich in der Rotterdamer Ahoy-Arena mit 2,283 Punkten Vorsprung auf Philipp Boy durch. Jonathan Horton aus den USA, der Olympia-Zweite am Reck, wurde Dritter.

Uchimura liess sich auch von Schulterproblemen, die ihn im Mannschaftsfinal zum Verzicht auf einen Einsatz an den Ringen bewogen hatten, nicht aus dem Konzept bringen. Boy bestätigte seinen 2. Platz aus der Qualifikation und wurde wie sein weit prominenterer Landsmann Fabian Hambüchen vor drei Jahren in Stuttgart Zweiter. Hambüchen musste in Rotterdam wegen einer entzündeten Achillessehne auf den Mehrkampf verzichten.

Maxim Dewjatowski lag vor dem letzten Gerät noch an zweiter Stelle, vergab die Silbermedaille aber mit zwei Stürzen am Pauschenpferd. Der Russe wurde deshalb nur 19.

Rotterdam (Ho). WM. Mehrkampffinals. Männer: 1. Kohei Uchimura (Jap) 92,331 (Boden 15,566; Pauschenpferd 15,000; Ringe 15,133; Sprung 16,266; Barren 15,300; Reck 15,066). 2. Philipp Boy (De) 90,048 (15,000; 14,666; 14,566; 15,650; 15,166; 15,000). 3. Jonathan Horton (USA) 89,864 (14,866; 13,833; 15,366; 15,566; 15,200; 15,033). 4. Mikola Kuksenkow (Ukr) 89,831. 5. Daniel Purvis (Gb) 88,965. 6. Lu Bo (China) 88,964. 7. Sergej Chorochordin (Russ) 88,664. 8. Koji Uematsu (Jap) 88,398. 9. Samuel Hunter (Gb) 88,365. 10. Alexander Shatilov (Isr) 88,205. 11. Teng Haibin (China) 88,156. - 24 klassiert.