Die 17-jährige Ostschweizerin konnte ihr Punktetotal gegenüber der Qualifikation um gut vier Zehntel auf 54,932 steigern. Das ist praktisch gleich viel, wie sie bei ihrem 9. Rang im Mehrkampffinal der EM in Berlin erhalten hatte.

Auch die Hauptprobe am Sprung zwei Tage vor dem Gerätefinal darf als gelungen bezeichnet werden. Der Tschussowitina, gelang zwar erneut nicht optimal, vor allem die Landung. Mit 14,866 Punkten war die Note aber mit jener in der Qualifikation identisch.

Weltmeisterin wurde das 16-jährige US-Girl Jordyn Wieber - 0,033 Punkte vor der gleichaltrigen Russin Victoria Komowa. Das Verdikt war äusserst umstritten und wurde vom sonst so anständigen Publikum mit einigen Pfiffen quittiert. Komowa winkte nach ihrer abschliessenden Boden-Übung wie eine Siegerin ins Publikum. Warum ihr für die gleiche Übung wie in der Qualifikation 0,4 Punkte weniger an Schwierigkeitswert angerechnet wurden, wusste ausser den Kampfrichterinnen niemand.