USA
Trump zieht Einladung zurück: NBA-Champion darf nicht ins Weisse Haus – doch der will auch nicht

Äusserst dünnhäutig hat US-Präsident Donald Trump auf die öffentliche Kritik des Basketball-Superstars Stephen Curry reagiert. Dieser hatte am Freitag verlauten lassen, dass er die obligate Einladung des Präsidenten für den NBA-Champion Golden State Warriors nicht annehmen wolle.

Merken
Drucken
Teilen
Stephen Curry hatte am Freitag verlauten lassen, dass er die obligate Einladung des Präsidenten für den NBA-Champion Golden State Warriors nicht annehmen wolle.

Stephen Curry hatte am Freitag verlauten lassen, dass er die obligate Einladung des Präsidenten für den NBA-Champion Golden State Warriors nicht annehmen wolle.

Keystone

US-Präsident Donald Trump hat sich heftig mit den Superstars des Basketballs in den USA angelegt. Aus Verärgerung über Kritik des Starspielers Stephen Curry zog Trump am Samstag per Twitter die traditionelle Einladung an das Gewinner-Team der US-Basketball-Liga zu einem Besuch im Weissen Haus zurück.

Ins Weisse Haus eingeladen zu werden, sei eine grosse Ehre für ein Meister-Team, twitterte daraufhin Trump. «Stephen Curry zögert, daher ist die Einladung zurückgezogen.»

Curry hatte am Freitag in einem Interview die Überlegung geäussert, ein politisches Statement gegen Trump abzugeben, indem seine Mannschaft den Besuch beim Präsidenten im Weissen Haus ablehnt. Dies wäre eine Botschaft der Einigkeit und der Wertschätzung "für das, was es bedeutet, Amerikaner zu sein", sagte Curry. «Indem wir handeln und nicht dorthin gehen, können wir hoffentlich Veränderungen anregen, bezüglich dem, was wir in diesem Land tolerieren und was wir akzeptieren.»

Rückendeckung erhielt Curry vom Superstar der Cleveland Cavaliers, LeBron James. Dieser twitterte: «Du Penner, Stephen Curry hat schon gesagt, dass er nicht kommt. Also gibt es keine Einladung. Ins Weisse Haus zu kommen war eine grosse Ehre, bis du aufgetaucht bist!»

Die Spielervereinigung der Basketballliga NBA erklärte: "Stephen, betrachte diese Ausladung als grosse Ehre!"

Bereits im August hatte Currys Teamkollege Kevin Durant angekündigt, der Einladung Trumps nicht folgen zu wollen. «Ich habe keinen Respekt vor dem Mann, der gerade im Oval Office sitzt. Ich teile nicht seine Ansichten», liess der MVP (also der «wertvollste» Spieler der Liga) der aktuellen Finalserie der nordamerikanischen Profiliga damals verlauten.