Tour de Suisse
Tour de Suisse: Die Sponsorensuche geht weiter

Zehn Wochen vor dem Tour-de-Suisse-Wochenende in Liestal und Umgebung fehlen dem Organisator noch rund 160'000 Franken. Der OK-Präsident ist jedoch zuversichtlich.

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bz Basellandschaftliche Zeitung

Loris Vernarelli

Die Tour de Suisse (TdS) ist nicht mit einer Fussball-Europameisterschaft zu vergleichen. Trotzdem scheinen sich in Liestal und Umgebung nicht alle bewusst zu sein, welche Bedeutung die Ankunft der weltweit viertgrössten Radrundfahrt für die Region hat. Oder mit den Worten von Stadtrat Lukas Ott ausgedrückt: «Wann überhaupt wird Liestal national und international und dann auch noch in diesem Masse wahrgenommen?» Wohl nie mehr. Trotzdem ist zehn Wochen vor dem Grossereignis am 19. und 20.Juni das Budget von einer halben Million Franken erst zu zwei Dritteln gedeckt.

Für einmal muss sich die öffentliche Hand keinen Vorwurf gefallen lassen, tragen doch die beiden Basel sowie die Stadt Liestal den Anlass mit insgesamt 160000 Franken finanziell mit. Mehr Unterstützung hätte sich das Organisationskomitee um Präsident Roger Aeschbach von den regionalen Firmen gewünscht. Diesen Gedanken sprach er gestern vor den Medien nicht aus, doch war in seinem Gesicht ein Anflug von Enttäuschung zu erkennen, als er betonte, es seien «weitere Anstrengungen nötig, um das Budget in eine ausgeglichene Rechnung verwandeln zu können». Immerhin hätten sich bisher 32 Unternehmen mit unterschiedlich grossen Beträgen an den Kosten beteiligt.

Kein Gewinn angestrebt

Doch Aeschbach gibt sich kämpferisch. Die Lage sei nicht dramatisch, obwohl die Sponsorensuche weitergehe. Die fehlenden 1,6 Millionen Franken liessen sich mit dem Verkauf von 300 VIP-Tickets und verschiedenen Gadgets, dem Restaurationsbetrieb und den Eintritten einholen. Das Ziel sei die schwarze Null, man strebe keinen Gewinn an, betont der Präsident des Velo-Moto-Clubs Liestal, der eigentliche Organisator am Etappenort. Und dies aus einem ganz bestimmten Grund: «Wir haben die Tour de Suisse hierher gebracht, um etwas für die Region zu tun. Sie soll sich im Schaufenster der nationalen und internationalen Öffentlichkeit im besten Licht präsentieren.»

Neben den Radsportfans dürfte auch das Gewerbe vom zweitägigen Anlass profitieren: Schätzungsweise 300000 Franken werden an jenem Juni-Wochenende in der Region umgesetzt. Und falls sich die Baselbieter Regierung und KMU Liestal in nützlicher Frist einigen, könnte der zweite Sonntagsverkauf vom Oktober auf das TdS-Wochenende vorverschoben werden.

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