Im letzten August in Glasgow sicherte sich Jérémy Desplanches über 200 m Lagen EM-Gold, was gleichbedeutend mit einem der grössten Erfolge eines Schweizer Schwimmers war. In der gleichen Disziplin resultierte für Maria Ugolkova die Bronzemedaille. Das Top-Duo von Swiss Swimming ist dank seinen letztjährigen Leistungen in Schottland sowie den in den vergangenen Monaten geschwommenen Zeiten für die WM in Gwangju (21. bis 28. Juli) gesetzt. Mit der Teilnahme an den nationalen Meisterschaften im Zürcher Oberland erfüllen Desplanches und Ugolkova das letzte Selektionskriterium.

Auch Nina Kost (100 m Crawl) und Sasha Touretski (50 m Delfin) haben die für den Saisonhöhepunkt geforderte Limite bereits unterboten. Gleiches gelang Lisa Mamié, allerdings nicht an einem zuvor beim Verband angemeldeten Wettkampf, weshalb diese Leistung für die WM-Selektion nur bedingt zählt. Markus Buck, Chef Leistungssport bei Swiss Swimming, rechnet für die Titelkämpfe in Asien, die zugleich die Hauptprobe für Olympia 2020 in Tokio sind, "aufgrund von wohl vier teilnehmenden Schweizer Staffeln mit bis zu 14 Athletinnen und Athleten". Zwei Frauen-Staffeln (4x100 m Crawl und Lagen) haben die Bedingungen für die Selektion schon erfüllt, bei den Männern schaffen es gemäss Buck wohl die 4x200-m-Crawl- und die 4x100-m-Lagen-Staffel.

An den vier SM-Wettkampftagen in Uster werden 40 Medaillensätze vergeben, 34 im Einzel und 6 in Staffeln. Gemeldet sind mehr als 400 Startende aus fast 50 Vereinen.