Teamsieg der ÖSV-Adler

Gregor Schlierenzauer

Gregor Schlierenzauer

Im Mannschaftsskifliegen in Vikersund (No) stürzte der österreichische Weltcup-Leader Gregor Schlierenzauer gleich zweimal. Der Ärger über die Jury überwog die Freude über den Sieg seines Teams.

Das Wichtigste vorneweg: Schlierenzauer blieb bis auf ein paar blaue Flecken unverletzt. Im ersten Durchgang war er bei der Landung nach 213 m aus eigenem Verschulden zu Fall gekommen. Im zweiten spielte die Jury eine zweifelhafte Rolle.

Schlierenzauer wurde mit gleich viel Anlauf über den Bakken gelassen wie vor ihm Harri Olli, der mit einem Flug auf 219 m den vor fünf Jahren im Contintental Cup vom Österreicher Roland Müller aufgestellten Schanzenrekord egalisiert hatte. Schlierenzauer flog weit und weiter und musste quasi den Notausgang nehmen. Hätte er den Sprung nicht abgebrochen, wäre es noch weiter als 224 m gegangen - und Schlierenzauer wohl nicht so glimpflich davongekommen.

Schlierenzauer übte nicht zum ersten Mal in diesem Winter Kritik an der Jury und demonstrierte seinen Unmut, indem er ihr den Vogel zeigte.

Resultate: 1. Österreich 1543,5 (Martin Koch 216,5 m/197,5 m, Wolfgang Loitzl 198,5/204, Thomas Morgenstern 189/197,5, Gregor Schlierenzauer 213/224). 2. Finnland 1499,0 (Matti Hautamäki 202,5/189,5, Kalle Keituri 190/185,5, Ville Larinto 195/194,5, Harri Olli 186,5/219). 3. Norwegen 1485,0 (Johan Remen Evensen 194,5/198,5, Björn Einar Romören 194,5/195,5, Anders Bardal 189,5/195, Anders Jacobsen 192/190,5). 4. Slowenien 1396,9. 5. Deutschland 1389,5. 6. Japan 1364,8. 7. Polen 1320,6. 8. Russland 1269,9. -- Nicht im Final der besten 8: 9. Tschechien 623,3. -- Kein Schweizer Team.

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