Rugby

Südafrika zum Dritten oder England zum Zweiten?

Englands Coach Eddie Jones vor dem gewonnenen WM-Halbfinal gegen Neuseeland

Englands Coach Eddie Jones vor dem gewonnenen WM-Halbfinal gegen Neuseeland

Sechs Wochen nach dem Eröffnungsspiel wird bei der Rugby-WM am Samstag im Final in Yokohama der Weltmeister gekürt. Südafrika strebt den dritten, England den zweiten Titel an.

Die Engländer werden mit breiter Brust ins Stadion einlaufen, wo 2002 schon der Final der Fussball-WM ausgetragen wurde. Die Mannschaft des Australiers Eddie Jones überzeugte bislang auf der ganzen Linie. Im Viertelfinal wurde Australien deklassiert, im Halbfinal Rekord-Weltmeister Neuseeland genauso eindrücklich entzaubert. Der zweite Titel nach 2003 ist in Griffnähe.

"Wir haben die letzten vier Jahre auf diesen Moment hingearbeitet", sagte Jones. Die letzte Stufe zum Titel werde nun aber ein grosser Kampf, prophezeite der 59-Jährige. "Die Südafrikaner werden uns den Match nicht schenken. Sie werden uns einen grossen Kampf liefern. Historisch gesehen ist Südafrika die einschüchterndste Mannschaft der Welt."

Jones weiss wovon er redet. Er war 2007 als Berater der Südafrikaner dabei, als diese mit dem 15:6-Finalsieg gegen England in Paris den zweiten WM-Titel nach 1995 errangen. Nun könnten die "Springboks" mit einem dritten Triumph mit Neuseeland gleichziehen, das die letzten beiden Weltmeisterschaften für sich entschieden hatte.

Südafrika konnte bislang nicht im gleichen Mass überzeugen wie die Engländer. Der Weg durch die K.o.-Runde über Gastgeber Japan und Wales war auf dem Papier auch etwas einfacher. Doch die Mannschaft von Rassie Erasmus ist mit ihrem extrem kampfbetonten Spiel für jeden Gegner eine Herausforderung. Das letzte Duell der beiden Finalisten gewann England im letzten November mit 12:11.

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