Schweizer Nati

Stürmer Streller fällt aus

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Nationalcoach Ottmar Hitzfeld muss in den beiden WM-Ausscheidungsspielen am Samstag gegen Griechenland und am nächsten Mittwoch in Lettland auf Marco Streller verzichten. Der FCB-Stürmer hat sich am Sonntag gegen YB am Knie verletzt.

René Baumann

Die Annäherung an die beiden kapitalen Schweizer WM-Qualifikationspartien begann gestern in Freienbach mit einer Negativmeldung. Streller hat gegen YB einen Anriss am Aussenband erlitten und ist deswegen gar nicht ins Schweizer Trainingscamp eingerückt. Stattdessen muss sich der in den letzten Spielen wieder erstarkte Basler Angreifer in den nächsten vier bis sechs Wochen der Therapie widmen.

Hitzfeld verzichtet vorderhand auf eine Nachnominierung eines zusätzlichen Stürmers, «weil wir in der Offensive noch genug Alternativen haben». Das gestrige erste Training in Freienbach ebenfalls nicht absolviert haben Johnny Leoni und Steve von Bergen. Der FCZ-Goalie verspürt noch leichte muskuläre Probleme, der Hertha-Verteidiger fehlte wegen Fieber. Ebenfalls nicht gravierend dürfte die Fussverletzung von Stéphane Grichting sein: Der Auxerre- Verteidiger musste das Training wegen eines Schlags gegen das Standbein vorzeitig abbrechen.

Der Schweizer Nationalcoach offenbarte gestern, dass er sich über die definitive Besetzung seiner durch Verletzungen und Sperren dezimierten Abwehr gegen Griechenland noch nicht schlüssig sei. «Es ist noch einiges offen, ich muss erst die Trainingseindrücke dieser Woche auswerten.» Problematisch könnte es werden, wenn auch noch von Bergen ausfallen würde, denn die Innenabwehr ist plötzlich zum Sorgenkind der Schweizer Mannschaft mutiert. Johan Djourou ist verletzt, Patrick Müller ohne Spielpraxis und auch Philippe Senderos hat mit Arsenal noch keine Minute gespielt. Hitzfeld: «Ich muss abwarten, wie sich Senderos in dieser Woche präsentiert.»

Noch kein neuer Verein

Beim Genfer kommt auch noch die Ungewissheit über seine fussballerische Zukunft hinzu. Gestern um 18 Uhr ist in England der Transferschluss erfolgt. Senderos weilte zu dieser Zeit in Freienbach im Training und ging davon aus, dass er bei Arsenal bleibt. Sicher war aber auch er sich nicht. Auch Hitzfeld hatte gestern diesbezüglich keine Neuigkeiten von seinem Abwehrturm erhalten.

Die 19 im Training weilenden Kaderspieler absolvierten am frühen Abend bei hohen Temperaturen in Freienbach den obligaten Conconi-Test und liessen sich die Laktat-Werte messen. In den weiteren Übungseinheiten dieser Woche will Hitzfeld sein Team auf den starken Gegner vom Samstag einstellen. «Die Griechen treten stets sehr kompakt auf und sind bei Standard-Situationen brandgefährlich. Darauf und auch auf ihr gefährliches Konterspiel werden wir diese Woche ein besonderes Augenmerk richten.»

Klar ist für den Lörracher aber schon jetzt, «dass wir gegen Griechenland alles daransetzen, zu gewinnen. Die Griechen haben das leichtere Restprogramm und deshalb könnte ein Unentschieden für uns zu wenig sein.»

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