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Studer verteidigte Mittelgewichts-Titel

Yves Studer setzte sich gegen Lewan Schonja durch

Yves Studer setzte sich gegen Lewan Schonja durch

Mit einer abgeklärten Leistung verteidigte Yves Studer im Berner Kursaal den Mittelgewichts-Titel der europäischen Nicht-EU-Länder erfolgreich.

Der Wahlberner besiegte den jederzeit gefährlichen Lewan Schonja (Geo) einstimmig nach Punkten. Die 1200 Zuschauer zeigten sich begeistert vom Abnützungskampf, der bei Studer Cuts unter beiden Augenbrauen hinterliess.

Schonja war ein hart schlagender, ausgebuffter Gegner, der die Grenzen des Erlaubten zuweilen auch überschritt (Tiefschläge, Nachschlagen, etc.). Doch Studer überstand die Reifeprüfung mit einer konzentrierten und willensstarken Leistung. Hiefür musste Studer erstmals in seiner Karriere über die angesetzte Distanz von 12 Titelrunden gehen.

Studer hatte voarb in der vierten Runde eine heikle Situation zu überstehen, als ein Jab von Schonja für ein Cut untherhalb der linken Augenbraue sorgte. Schonja setzte wildentschlossen nach, doch Studer überstand den Schlaghagel ohne schwerwiegendere Folgen. Doch der Cutman leistete in der Pause zur fünften Runde mit dem Verschliessen der Wunde erstklassige Arbeit.

Die Wunde blieb fortan geschlossen. Und Studer verlor von da an nur noch die elfte Runde, als Schonja mit einem Jab auch unterhalb des rechten Auges für eine weitere Wunde sorgte.

"Pit Bull" Studer hält jetzt bei 22:0 (5) Siegen. Der 24-jährige Schonja bleibt nach 18 Kämpfen als Profi auf 13 Siegen (neun vorzeitig). Für Studer war es die erste Verteidigung dieses Titels, den er am 26. Dezember letzten Jahres in Bern mit einem spektakulären TKO-Sieg über den damaligen Champion Vedran Akrap (Kro/damals Nummer 9 der Europrangliste) erobert hatte.

Die Eckdaten für die nähere Zukunft von Yves Studer stehen bereits; im Oktober wird Studer einen Aufbaukampf bestreiten, ehe am 26. Dezember in Bern gegen den offiziellen Herausforderer aus der Liste der europäischen Nicht-EU-Länder der Titel nochmals verteidigt werden soll.

Studer soll dann voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2010 soweit, um den Europameister nicht nur herausfordern zu dürfen, sondern auch eine realistische Siegchance zu haben. So sieht es zumindest die umsichtige Planung von Promoter/Manager Daniel Hartmann vor.

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