Der zweifache Weltmeister führt nach dem Kurzprogramm mit einem Punktetotal von 77,45 - die persönliche Bestleistung beträgt 83,80. Damit hat er einen der sechs noch zu vergebenden Olympia-Quotenplätze so gut wie auf sicher. Sein Vorsprung auf den Rumänen Zoltan Kelemen, den Siebenten der noch nicht qualifizierten Nationen, beträgt 22,96 Zähler. In der Gesamtwertung liegt der 24-jährige Unterwalliser 4,22 Punkte vor dem Tschechen Michal Brezina.

Lambiel zeigte zwar keine fehlerfreie Vorstellung, sein Programm zur Gioachino Rossinis Oper "Wilhelm Tell" war jedoch begeisternd. Dies sahen auch die Preisrichter so, die ihm bei den Programmkomponenten, der ehemaligen B-Note, durchschnittlich mehr als acht Punkte gaben, was eine Seltenheit ist. Für die Interpretation beispielsweise erhielt der Olympia-Zweite von 2006 im Schnitt 8,35.

Technisch dagegen hat Lambiel noch einiges Potenzial. Nach dem vierfachen Toeloop stürzte er, sodass er keine Kombination machen konnte. Und beim Axel begnügte er sich (noch) mit zwei Umdrehungen.