Formel 1
Statt der Gegner rasierte Sebastian Vettel für einmal Schafe

Eine ungewöhnliche Vorbereitungseinheit absolvierte Sebastian Vettel vor seinem ersten Rennen als Weltmeister. Schafe scheren stand auf dem Programm des Deutschen.

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 Ungewöhnliche Vorbereitung auf den Saisonstart in Australien: Vettel zieht Schafen das Fell über die Ohren.
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 Vom Profi wird Vettel auf einer Farm in der Nähe von Melbourne gezeigt, wies geht.
 So klein die Chancen des Schafscherers auf einen Sieg in einem Autorennen gegen Vettel sind, so unbeholfen stellte sich dann Vettel im Schafscheren an.
Vettel schert den Winterpelz ab
 Es ist das erste Mal, dass der im Thurgau lebende Weltmeister ein Schaf schert.
 Na also, geschafft. «Das war Stress für das Schaf», meint der sympathische Deutsche hinterher.
 ... und das Fell ist im Trockenen.
Sebastian Vettel legt Hand an . . .

Ungewöhnliche Vorbereitung auf den Saisonstart in Australien: Vettel zieht Schafen das Fell über die Ohren.

Keystone

Am Sonntag will Sebastian Vettel seine Konkurrenten wieder auf der Strecke rasieren – gestern mussten erst mal Schafe herhalten. Ein paar Tage vor dem Saisonstart legte Vettel auf der Warrock Cattle Farm eine Stunde ausserhalb von Melbourne tatkräftig Hand an – wenn auch etwas zögerlich.

«Am Sonntag werde ich sicher nicht so schüchtern sein, denn da weiss ich ganz genau, was ich machen muss», sagte Vettel, der bei der ungewöhnlichen Vorbereitung viel Spass hatte.

Webber geht frühstücken, Vettel scheren

Während sein Teamkollege Mark Webber vor seinem Heimspiel in Melbourne ein typisch australisches Frühstück zubereitete, zog es Vettel in die Natur. «Ich habe so etwas zum ersten Mal gemacht. Jeder kennt das, aber es selber zu machen, ist schon noch mal was anderes – vor allem sich vorzustellen, wie das Schaf ohne Wolle aussieht», berichtete der Red-Bull-Pilot, der nach dem Scheren gemeinsam mit Hütehund Jack auch noch eine kleine Schafherde fachmännisch zusammentrieb.

Dass es ein Besuch auf der Schaffarm wurde, war laut Vettel Zufall. «Wir hatten uns mehrere Sachen angeschaut, die wir vor dem Grand Prix vielleicht machen könnten. Aber Schafe scheren hat sich für mich am besten angehört», sagte der 23-Jährige: «Ich fand das extrem spannend, denn ich habe Tiere sehr gern. Ich hatte meinen Spass.»

Ferrari als heisser Konkurrent

Den will er am Wochenende auch auf der Rennstrecke haben. «Keiner weiss bis jetzt, wo wir stehen», sagte er mit Blick auf das erste Rennen am Sonntag: «Wir sind gut vorbereitet und sollten vorne mit dabei sein.» Als schärfsten Konkurrenten schätzt der Deutsche nach den Eindrücken der Testfahrten derzeit Ferrari ein:

«Wer in der Nähe von Ferrari ist, der sollte auch vorne sein.» Mercedes habe beim letzten Test einen Fortschritt gemacht, McLaren sei dagegen nach einigen Problemen schwer einzuordnen. Dafür habe Renault einen starken und konstanten Eindruck gemacht. Selbst sieht Vettel keinen Anlass, etwas zu verbessern. Ausser im nächsten Jahr beim Schafescheren etwas schneller zu sein. (Sid)