In der Regenfahrt von Vevey nach Châtel im französischen Hoch-Savoyen sicherte sich der Gesamt-Zweite Alejandro Valverde (Sp) bei einem Zwischenspurt drei Sekunden Zeitgutschrift. Rogers erwies sich aber als aufmerksam und holte sich als Zweiter jene zwei Sekunden, die ihm für die Schlussetappe vom Sonntag mit dem kleinstmöglichen Vorsprung das Leadertrikot sicherte.

Die Fahrt über die Pässe Pas de Morgins und Corbier führte unter den Gesamtbesten letztlich zu keiner Selektion, obwohl Denis Mentschow im Aufstieg zum Corbier einen Angriff lancierte. In der Schlussphase führte der dritte Vorstoss des international bislang unbekannten Simon Spilak zum Erfolg. Der Slowene kam zu einem Solosieg und zum bedeutendsten Erfolg seiner Karriere. In der 22 Sekunden zurückliegenden Hauptgruppe kam Marcel Wyss auf den 6. Etappenrang. Der Emmentaler ist als Elfter bestklassierter Schweizer, nachdem Alexandre Moos das Ziel mit einem grösseren Rückstand erreichte.

Nach einem ultraschnellen Start hatte sich eine Fluchtgruppe von sieben Fahrern gebildet. Trotz einem Maximalvorsprung von fünf Minuten bestand keine Aussicht, dass die Flüchtlinge bis ins Ziel durchkommen würden. Zu diesen Angreifern gehörte auch Martin Elmiger. Der Zuger leidet noch immer an Rückenbeschwerden, die von einem Sturz im letztjährigen Paris-Roubaix herrühren. Elmiger wird sich deshalb in der kommenden Woche einem chirurgischen Eingriff unterziehen.