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Spielt die Schweizer Nationalmannschaft nie mehr in St. Gallen?

Dieser Autritt gibt zu denken. Allerdings brachte nicht das Team selbst, sondern das Verhalten des St. Galler Publikums den Trainer Ottmar Hitzfeld in Rage.

St. Gallen ist für Fussballspieler ein hartes Pflaster - vor allem für jene der Schweizer Fussball Nationalmannschaft. Das musste selbst Alexander Frei beim Testspiel gegen Australien einsehen.

Doch was ist eigentlich passiert? Am Freitag bestreitet die Schweizer Nationalmannschaft in der ausverkauften AFG-Arena zu St.Gallen ihren letzten Test vor dem kapitalen Spiel gegen England in der Euro-Qualifikation 2012.

Frei vor Penalty verunsichert
Alles ist vorbereitet für ein Fussballfest. Allerdings entwickelt sich die Partie zu einem enttäuschenden Auftritt der Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld. Dann eskaliert die Situation in der 59. Minute vollends. Wir schreiben die 59. Minute. David Degen fällt im gegnerischen Strafraum. Der Schiedsrichter zeigt sofort auf den Punkt.

Alex Frei - Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft - übernimmt Verantwortung und will die Mannschaft per Elfmeter mit 1:0 in Führung schiessen. Jedoch versagt Frei diesmal vom Elfmeterpunkt aus kläglich. Der Grund: «Schwarzer wusste, in welche Ecke ich normalerweise schiesse, nachdem ich vor einem Jahr gegen Fulham getroffen hatte. Ich wechselte daraufhin die Ecke und verkürzte auch meinen Anlauf. Das hätte ich wohl besser nicht getan. Das wird mir gegen England nicht mehr passieren. Besser jetzt als am Dienstag.»

Hitzfeld lässt sich dieses Verhalten nicht bieten
Das Publikum war nicht so verständnisvoll und pfiff den Kapitän daraufhin bis zu seiner Auswechslung gnadenlos aus. Dies brachte Trainer Ottmar Hitzfeld wiederum in Wallungen. «Das war peinlich, wie sich das Publikum in St. Gallen verhielt. Er ist unser Captain und übernimmt Verantwortung. Und er hat für die Schweiz schon viele wichtige Elfmeter verwandelt und hat grosse Verdienste. Das war total unfair.»

Damit nicht genug: Nach den Vorkommnissen überlegt sich Hitzfeld, jemals wieder in St. Gallen spielen zu wollen. «Wir müssen uns gut überlegen, wo wir künftig unsere Heimspiele austragen werden.»

Publikum pfiff bereits Streller aus
Es ist nicht das erste Mal, dass die Supporter von St. Gallen bei einem Länderspiel negativ auffallen. Vor der Europameisterschaft 2008 im eigenen Land pfiffen die Zuschauer bei einer Testpartie den Basler Marco Streller gnadenlos aus und zogen schon damals den Zorn des Trainers Köbi Kuhns auf sich. (muv)

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