Fechten

Sophie Lamon tritt mit erst 26 Jahren zurück

Sophie Lamon tritt vom Spitzensport zurück.

Sophie Lamon tritt vom Spitzensport zurück.

Sophie Lamon ist überraschend bereits mit 26 Jahren vom Fechtsport zurückgetreten.

Die Nummer 1 der Schweizer Degenfechterinnen und jüngste Schweizer Olympia-Medaillengewinnerin aller Zeiten macht die anhaltenden Hüftprobleme für ihren Entscheid geltend.

Gut zwei Jahre nach dem Rücktritt von Athen-Olympiasieger Marcel Fischer verliert die Schweizer Fechtszene damit ein zweitesAushängeschild. Die aus Sion stammende Wahl-Pariserin Sophie Lamon gab ihren Abschied im Rahmen einer Medienkonferenz in Lausannebekannt. Lamon hatte im Alter von 15 Jahren und sieben Monaten in Sydney mit dem Frauendegenteam (mit Gianna Hablützel-Bürki und Diana Romagnoli) Olympia-Silber im Degenteamwettbewerb gewonnen.

An den letzten WM Anfang November letzten Jahres in Paris (Platz 13 im Einzel und damit beste Schweizerin) hatte Lamon noch betont, dass sie auch auf Grundihrer Hüftprobleme nicht über London 2012 (es wäre im Falle einer Qualifikation ihre dritte Olympia-Teilnahme nach 2000 und 2008 gewesen) hinaus denkt.

Lamon hatte sich vor einigen Jahren an der Hüfte operieren lassen. Entsprechende Schmerzen waren nie abgeklungen und wirktensich auch auf Beinarbeit auf der Piste aus. "Ich sah mich gezwungen, meinen Fechtstil in den letzten Jahren entsprechendanzupassen." Aus der einst explosiven Angriffsfechterin war -- positiv ausgedrückt -- eine taktisch gewiefte Kalkulatoringeworden.

Auch für Leistungssportchef Gabriel Nigon ist klar, dass die "Teamplayerin" Lamon vorderhand nicht zu ersetzen ist. Im Schweizer Frauen-Nationalteam dürfte nun die Junioren-WM-Siebte Laura Stähli als Nummer 4 nachrücken.

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