Die jüngste der insgesamt 39 Starterinnen aus 13 Nationen, darunter auch die Schweizerin Bigna Windmüller, eröffnete in Liberec das von nur etwa 40 Zuschauern besuchte Training. Glücklicherweise blieb der "Schanzenfloh" vom heimischen Klub Jested Liberec nach dem Hüpfer auf gerade mal 33 Meter unverletzt. Zehn Minuten musste die Jury das Training aus Sicherheitsgründen abbrechen - zu starker Wind.

Renndirektor Walter Hofer dementierte eine überzogene Reaktion, bei den Männern hätte man ebenfalls so entschieden. Der Sturz habe nichts mit dem Abbruch zu tun, sondern die Windgeschwindigkeiten von ein bis fünf Metern pro Sekunde. Bestweite bis zu diesem Zeitpunkt schaffte die Holländerin Lara Thomae mit 71 Metern.

Die ersten WM-Medaillen für Skispringerinnen in der Geschichte werden am Freitag vergeben. Für die noch kleine Springerinnen-Gilde ist die Premiere eine wichtige Plattform, schliesslich ist die Aufnahme in das olympische Programm das erklärte Ziel. In Vancouver nächstes Jahr soll es wenigstens schon zu einem Demonstrations-Wettkampf reichen.