Christian Constantin verzog leicht das Gesicht, als die UEFA-Funktionäre das Los mit dem Gegenspieler der Walliser aufhielt: Fenerbahce Istanbul, der Traditionsverein mit den heissblütigen Spielern und den hitzigen Fans. Der FC Basel hat auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League mit dem FK Baku eine kleine Hürde zu überspringen. Der FC Sion muss sich derweil mit Fenerbahce Istanbul messen.

Die Basler waren bei der Auslosung in Nyon als gesetzte Mannschaft in einer guten Ausgangslage. Zudem half auch noch das Losglück mit, die unangenehmsten Gegner wie Genoa, Trabzonspor oder Slovan Liberec wurden vermieden. Der FK Baku als Gegner zieht zwar eine beschwerliche Reise nach Aserbaidschan mit sich, doch dafür sind die Erfolgsaussichten extrem hoch. Das Hinspiel findet am 20. August auswärts in Riga statt, das Rückspiel im St. Jakob-Park eine Woche später.

Baku, das in der letzten Saison seinen zweiten Meistertitel feiern konnte, bestritt bislang gerademal 12 Partien im Europacup, alle jeweils in der Qualifikationsphase. Nur einmal reichte es dem Team in die nächste Runde: Im Juli eliminierte es den litauischen Meister Ekranas, bevor Levski Sofia im Rennen um einen Champions-League-Platz Endstation bedeutete.

Einen Gegner von einem ganz anderen Kaliber bekam der FC Sion zugelost. Der Cupsieger empfängt in gut zehn Tagen im Stade de Genève das seit dieser Saison von Christoph Daum trainierte Fenerbahce und Topspieler wie Robert Carlos, Emre oder Daniel Güiza. Ein Weiterkommen wäre ein Walliser Exploit. Das Rückspiel findet im 52 000 Zuschauer fassenden Sükrü-Saracoglu-Stadion statt.

In der letzten Saison wurde der 17-fache Meister Fenerbahce in der türkischen Super League nur Vierter, worauf der Klub den ein Jahr zuvor engagierten spanischen Europameistercoach Luis Aragones entliess und durch den bereits von 2003 bis 2006 in Istanbul tätigen Daum ersetzte. Einen Vorteil haben die Sittener, die vor zwei Jahren gegen Fenerbahces Erzrivalen Galatasaray in der 1. UEFA-Cup-Runde scheiterten: Sie werden eingespieler sein, weil die türkische Meisterschaft erst gestern begonnen hat.

Europa League. Auslosung der Playoffs (20. und 27. August). FC Sion - Fenerbahce Istanbul, FK Baku/Aser - FC Basel, PAOK Saloniki - Heerenveen, Dinamo Zagreb - Heart of Midlothian, Werder Bremen - Aktobe, Everton - Sigma Olmütz, Bate Borissow - Litex Lowetsch, Breda - Villarreal, Lech Posen - Brügge, Fulham - Amkar Perm, Galatasaray Istanbul - Levadia Tallinn, Teplice - Hapoel Tel Aviv, Metalurg Donezk - Austria Wien, Twente Enschede - Qarabag Agdam Baku, AS Rom - Kosice, Dynamo Moskau - ZSKA Sofia, Genk - OSC Lille, PSV Eindhoven - Bnei Yehuda Tel Aviv, Lazio Rom - Elfsborg, Trabzonspor - Toulouse, Partizan Belgrad - Zilina/SVK , Ajax Amsterdam - Slovan Bratislava, Schachtjor Donezk - Sivasspor, Kopenhagen - Hertha BSC, Athletic Bilbao - Troms, Sarajevo - CFR Cluj, Rapid Wien - Aston Villa, Steaua Bukarest - St Patrick's Athletic/IRL, Sparta Prag - NK Maribor, Zenit St. Petersburg - Nacional Funchal, Genoa - Odense BK, Dinamo Bukarest - Slovan Liberec, Guingamp - Hamburger SV, Sturm Graz - Metalist Charkow, Slavia Prag - Roter Stern Belgrad, Benfica Lissabon - Worskla Poltawa, FC Vaslui - AEK Athen, Stabæk IF/NOR - FC Valencia.

Die Sieger stehen in der Europa-League-Gruppenphase.