Nachdem Stanislas Wawrinka (ATP 19) zum Auftakt in der Plaza de Toros in Logroño Nicolas Almagro (ATP 40) nach knapp vier Stunden Spielzeit 3:6, 6:4, 3:6, 7:5, 6:3 bezwungen hatte, verlor Marco Chiudinelli (ATP 56) das zweite Einzel gegen den spanischen Teamleader David Ferrer (ATP 16) diskussionslos 2:6, 6:7 (5:7) 1:6.

In Abwesenheit von Roger Federer wurde der 24-jährige Wawrinka nach anfänglichen Problemen seiner Rolle als Teamleader gerecht. Gegen den gleichaltrigen Sandplatzspezialisten Almagro entschied letztlich die Kondition und die Erfahrung zugunsten des Schweizers. Die letzten fünf Games der Partie sicherte sich der Romand, nachdem er zu Beginn des entscheidenden Durchgangs ein Break kassiert hatte.

Almagro baute mit der Fortdauer der Partie ab, nachdem er dreieinhalb Sätze lang mit solidem und fast fehlerlosem Grundlinienspiel das Geschehen in der stimmungsvollen Stierkampf-Arena bestimmt hatte. Wawrinka setzte sich am Ende auch dank seiner Effizienz durch; im Gegensatz zu Almagro erarbeitet er sich deutlich weniger Breakchancen (8:15). Für Wawrinka war es im 18. Davis-Cup-Einzel der elfte Sieg. Bereits in den letzten drei Begegnungen gegen Belgien, die USA und Italien hatte der Waadtländer das erste Einzel bestritten und die Schweiz jeweils 1:0 in Führung gebracht.

Ohne reelle Chance blieb in der zweiten Partie des Tages Marco Chiudinelli. Im dritten Aufeinandertreffen mit Ferrer - dem ersten auf Sand - kassierte der Baselbieter seine zweite Niederlage. Einzig im 1:14 Stunden dauernden zweiten Satz konnte Chiudinelli das Geschehen ausgeglichen gestalten. Im Tiebreak stand er beim Stand von 5:3 und eigenem Aufschlag sogar nur zwei Punkte von einem Satzgewinn entfernt. Mit vier Fehlern in Serie nahm sich die Weltnummer 56 die Chance auf eine Überraschung aber gleich selbst.