Forme 1
Sergio Perez besucht in Hinwil seinen neuen Boss

In der nächsten Saison nimmt Sergio Perez als Fahrer im Sauber-Cockpit Platz. Bereits gestern durfte er probesitzen. Der Mexikaner hat seinem zukünftigen Arbeitgeber in Hinwil den ersten Besuch abgestattet.

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Sergio Perez

Sergio Perez

«Ich bin beeindruckt», sagte der 20-Jährige. «Ich denke, dass hier die Voraussetzungen gegeben sind, um ein gutes, schnelles Auto zu bauen.» Für ihn selber gehe es in den nächsten Monaten primär darum zu lernen. In diesen Prozess soll auch Teamkollege Kamui Kobayashi eingebunden werden. Perez zählt auf die Unterstützung des Japaners, der für ihn kein Unbekannter ist. «Im letzten Jahr waren wir in den GP2-Serien in Europa und Asien Konkurrenten.»

Perez will in der Schweiz wohnen

Um den Kontakt mit der Basis intensivieren zu können, wird Perez seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegen. «Das habe ich bisher immer so gehandhabt, und das wird auch diesmal nicht anders sein.» Zurzeit hat Perez seinen Lebensmittelpunkt in Spanien, dem Land seines aktuellen Arbeitgebers Barwa Addax. Für die Iberer ist er (noch) in der GP2-Serie tätig. In der Gesamtwertung liegt er vor dem Finale von Mitte November in Abu Dhabi hinter dem bereits als Meister feststehenden Venezolaner Pastor Maldonado auf Platz 2.

Mit der Verpflichtung von Perez gibt Peter Sauber ein weiteres Mal
einem jungen, unerfahrenen Fahrer die Möglichkeit, in der Formel 1 Fuss zu fassen. «Ich traue ihm einiges zu. Sergio hat sein Talent zuletzt in der GP2 aufgezeigt.» Über die fehlende Routine seines zukünftigen Fahrer- Duos macht sich Peter Sauber keine Sorgen. «Ich glaube daran, dass Kamui (Kobayashi) die Rolle des Leaders übernehmen kann.»

Auch finanziell ein Gewinn

Das Engagement von Perez ist auch aus finanzieller Warte lukrativ. Der mexikanische Milliardär Carlos Slim, der seit vielen Jahren seinen jungen Landsmann fördert, unterstützt mit seiner Telekommunikationsfirma Telmex den Sauber-Rennstall mit einem zweistelligen Millionenbetrag. (SI)