Gut, besser, am besten, Messi. Der kleine Argentinier sorgte bei den über 90 000 Zuschauern im Camp Nou für ausgelassenen Jubel. Vor der Pause schaffte er innert 21 Minuten einen lupenreinen Hattrick, den Schlusspunkt setzte er in der 88. Minute mit seinem achten Treffer im neunten Champions-League-Spiel.

Tor Nummer eins (21.) war ein satter Schuss unmittelbar vor der Strafraum-Grenze, bei Tor Nummer zwei (37.) passte Messi an den linken Flügel, Eric Abidal spielte in den Strafraum und der Ball fand erneut den Weg zu Messi, der selbst das 2:1 erzielte. Bei Tor Nummer drei (42.) konnte Messi alleine auf Arsenal-Goalie Manuel Almunia losziehen und diesen mit einem schönen Lob zum dritten Mal bezwingen. Beim 4:1 kurz vor Schluss dribbelte er drei Abwehrspieler aus.

Schock im Camp Nou

Drei Minuten vor Beginn der grossen Messi-Show hatten die katalanischen Fans aber noch unter Schock gestanden. Arsenal nutzte in der 18. Minute seine bisher einzige Torchance gleicht zum 0:1. Theo Walcott und Niklas Bendtner konnten alleine auf Victor Valdes losziehen, Walcott spielte Bendtner an, dieser scheiterte beim ersten Versuch an Valdes und stocherte den Abpraller trotzdem noch über die Linie. Nach dem Ausgleich von Messi hatte Bendtner in der 34. Minute noch eine weitere Möglichkeit, als er alleine auf Valdes hätte losziehen können. Die Chance des Dänen wurde aber vom Schiedsrichter fälschlicherweise wegen eines Offsides zunichte gemacht.

In dieser Phase waren die Londoner einer weiteren Führung am nächsten, bevor Messi noch zweimal zuschlug. Die lange Verletztenliste bei Arsenal, zu der seit dem 2:2 im Hinspiel auch Spielmacher Cesc Fabregas gehört, machte es den Engländern unmöglich, zu reagieren. Der Franzose Samir Nasri blieb während der gesamten Partie äusserst blass und konnte Fabregas zu keinem Moment valabel ersetzen. Arsenal war vor allem in der ersten Halbzeit weitaus unterlgen. Im Hinblick auf das Duell gegen Real Madrid am nächsten Wochenende verliessen einige Barca-Stars frühzeitig das Feld. (si)