In der Olympia-Halfpipe von 2006 fuhren Iouri Podladtchikov, Christian Haller, Rolf Feldmann und Sergio Berger ein sensationelles Teamergebnis heraus.

Mit den Plätzen 3, 4, 5 und 8 sorgte das Quartett für das mutmasslich beste Schweizer Gesamtergebnis aller Zeiten in einer FIS-Halfpipe. Podladtchikov klassierte sich hinter dem Franzosen Mathieu Crepel, der im starken zweiten Lauf als einziger Fahrer einen "1260" (3,5 Umdrehungen) zeigte, und dem erst 18-jährigen Australier Nathan Johnstone als Dritter. Für den Zürcher mit russischen Wurzeln war es der fünfte Weltcup-Podestplatz.

Podladtchikov streute in seinem zweiten Druchgang zwei 1080-Grad-Drehungen ein und verdrängte damit den lange führenden Teamkollegen Christian Haller noch um 0,3 Punkte vom Podest.

Die Überraschung des Tages gelang Rolf Feldmann. Der bald 30-jährige Glarner, der wie Haller die ganze letzte Saison wegen eines Kreuzbandrisses hatte pausieren müssen, sprang auf Rang 5 und damit erst zum fünften Mal in seiner Karriere in die Top 10 im Weltcup. Mit Feldmann greift damit ein weiterer Swiss-Snowboarder in den Kampf um die Olympia-Tickets ein. Als Achter komplettierte der konstante Sergio Berger das starke Resultat.

Weniger gut lief es den Schweizer Frauen. Ursina Haller (13.), Andrea Schuler (14.) und Sina Cadrian (15.) verpassten den hochklassig besetzten Final deutlich. Die für einmal auf der FIS-Tour angetretenen Amerikanerinnen Kelly Clark, Hannah Teter und Gretchen Bleiler dominierten die Konkurrenz nach Belieben, dahinter reihten sich mit der WM-Zweiten Holly Crawford, der Olympia-Dritten Kjersti Buaas und Torah Bright (Zweite der Industrie-Tour 07/08) weitere Topfahrerinnen ein.