Zweiter wurde Jarno Trulli im Toyota. Gut platzierten sich die BMW-Sauber-Fahrer: Nick Heidfeld als Dritter und Robert Kubica als Fünfter. Die Westschweizer Sébastien Buemi und Romain Grosjean enttäuschten als 16. und 19.

Bei 15 Grad und wechselhaftem Wetter, also typischen Verhältnissen für die Ardennen-Strecke von Spa, wollte Renault im Qualifying zeigen, das es mit dem Team steil aufwärts geht. Doch dann blieb Neuling Grosjean schon im ersten Abschnitt des dreiteiligen Qualifyings hängen. Und das als 19. und Vorletzter. Der Genfer, der in Spa seinen zweiten Formel-1-Grand-Prix fährt, verlor vor allem im zweiten, kurvigen Streckenteil jene sechs Zehntel, die ihm auf Platz 15 und das Weiterkommen fehlten. Grosjean erhielt damit den ersten Dämpfer in seiner noch sehr jungen Formel-1-Karriere. Sein Teamgefährte Fernando Alonso kam auch nicht viel weiter: Als 13. war für ihn im zweiten Qualifying Schluss. Mit Alonso schafften überraschend auch WM-Leader Jenson Button und das McLaren-Duo Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen den Sprung ins Top-Ten-Finale nicht.

Viel knapper als Grosjean scheiterte Sébastien Buemi, dem als 16. letztlich nur 0,184 Sekunden auf den 15. Rang und auf den dort platzierten Weltmeister Hamilton fehlten. Buemi war danach ebenso enttäuscht, wie Grosjean. Beide Westschweizer hatten fest damit gerechnet, das zweite Qualifying zu erreichen - und damit ihre Zielsetzung erfüllen zu können. Da war es für Buemi nur ein schwacher Trost, dass auch sein Teamgefährte bei Toro Rosso-Ferrari, der 19-jährige Spanier Jaime Alguersuari, als 17. ebenfalls vorzeitig auf der Strecke geblieben war.

Schlimmer hatte es nur noch Luca Badoer erwischt, der wie zuletzt in Valencia - fast möchte man sagen erwartungsgemäss - als 20. und Letzter erneut mit seiner Aufgabe überfordert schien. Ferrari wird wohl nicht darum herumkommen, für den Massa-Ersatz Badoer erneut einen Ersatzmann engagieren zu müssen. Der 38-jährige Italiener Badoer konnte einem fast schon leid tun, als er bei seinem letzten Versuch, eine schnellere Rundenzeit zu erzielen, Sebastian Vettel überholte, danach aber mit dem Ferrari von der Strecke geriet und im Kiesbett festsass.

Spa-Francorchamps. Grand Prix von Belgien. Startaufstellung: 1 Giancarlo Fisichella (It), Force India-Mercedes, 1:46,308 (237,182 km/h). 2 Jarno Trulli (It), Toyota, 0,087 Sekunden zurück. 3 Nick Heidfeld (De), BMW-Sauber, 0,192. 4 Rubens Barrichello (Br), Brawn GP-Mercedes, 0,205. 5 Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber, 0,278. 6 Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 0,325. 7 Timo Glock (De), Toyota, 0,369. 8 Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 0,453. 9 Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 0,480. 10 Nico Rosberg (De), Williams-Toyota, 1,054. - Nach dem zweiten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 11 Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes. 12 Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes. 13 Fernando Alonso (Sp), Renault. 14 Jenson Button (Gb), Brawn GP-Mercedes. 15 Heikki Kovalainen (Fi), McLaren-Mercedes. - Nach dem ersten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 16 Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari. 17 Jaime Alguersuari (Sp), Toro Rosso-Ferrari. 18 Kazuki Nakajima (Jap), Williams-Toyota. 19 Romain Grosjean (Sz/Fr), Renault. 20 Luca Badoer (It), Ferrari. - Tagesbestzeit: Trulli mit 1:44,503 (241,279 km/h) im zweiten Teil.