Rudern

Schweizer Ruderer an EM mit fünf Medaillenchancen

Roman Röösli (vorne) und Barnabé Delarze überzeugten im EM-Halbfinal (Archivbild)

Roman Röösli (vorne) und Barnabé Delarze überzeugten im EM-Halbfinal (Archivbild)

Fünf der sieben Schweizer Boote stehen am Sonntag an den Ruder-Europameisterschaften im polnischen Poznan in den A-Finals.

Der Doppelzweier Roman Röösli/Barnabé Delarze unterstrich mit dem Sieg im Halbfinal die Medaillenambitionen. Die beiden lagen auch bei sämtlichen drei Zwischenzeiten vorne. Im Ziel betrug der Vorsprung auf die polnischen Titelverteidiger Mateusz Biskup/Miroslaw Zietarski 63 Hundertstelsekunden. An der EM im vergangenen Jahr auf dem Luzerner Rotsee hatten sich Röösli/Delarze neun Hundertstel hinter den Osteuropäern im 2. Rang klassiert. Nun wollen sie das Verpasste nachholen und den Medaillensatz an Europameisterschaften komplettieren - 2017 gewannen sie Bronze. Röösli könnte gar zum vierten Mal in Serie an diesem Anlass den Sprung aufs Podest schaffen, belegte er doch 2018 im Skiff den 3. Platz.

Jeannine Gmelin strebt ebenfalls ihre vierte EM-Medaille an, die dritte in Serie nach Gold 2018 und Silber 2019. Allerdings musste sich die Weltmeisterin von 2018 im Halbfinal mit Rang 3 begnügen. Bei der dritten Zwischenzeit nach 1500 m führte die 30-jährige Zürcher Oberländerin noch, ehe sie von der Deutschen Pia Greiten und der auf den letzten 500 m aufdrehenden Griechin Anneta Kyridou überholt wurde. Die Differenz zu Greiten betrug 85 Hundertstel. Da mit der Österreicherin Magdalena Lobnig und der irischen Titelverteidigerin Sanita Puspure zwei der Favoritinnen im anderen Halbfinal ruderten, ist von Gmelin am Sonntag eine Steigerung gefordert.

Den A-Final ebenfalls erreicht haben der Leichtgewichts-Doppelzweier Andri Struzina/Jan Schäuble, der Doppelvierer der Frauen mit Pascale Walker, Lisa Lötscher, Ella von der Schulenburg und Salome Ulrich sowie Sofia Meakin im Leichtgewichts-Skiff. Letztere Disziplin ist nicht olympisch. Diese drei Boote besitzen allerdings nur Aussenseiterchancen auf einen Podestplatz.

Eine weitere Enttäuschung erlebte der Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen mit Frédérique Rol/Patricia Merz. Nachdem das Duo an den letztjährigen Weltmeisterschaften als 11. einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio fürs Erste verpasste hatte, steht es nun erneut nur im B-Final. Rol/Merz erreichten in ihrem Halbfinal den 4. Platz; zum Einzug in den A-Final fehlten 49 Hundertstel. An den letzten beiden Europameisterschaften hatten die beiden jeweils Bronze geholt - Merz wurde auch 2017 im Leichtgewichts-Einer Dritte.

Auch der Vierer ohne Steuermann in der Besetzung Joel Schürch, Nicolas Kamber, Paul Jacquot und Markus Kessler erlitt einen Dämpfer. Das Quartett hatte sich mindestens die Top 6 zum Ziel gesetzt, beendete den Halbfinal aber lediglich im 5. Rang. Die Schweiz hat in dieser Disziplin einen Olympia-Quotenplatz auf sicher - wie auch im Doppelzweier der Männer und Skiff der Frauen.

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