Handball

Schweizer Handballer überstehen EM-Vor-Qualifikation problemlos

SHV-Spieler Nicolas Raemy

SHV-Spieler Nicolas Raemy

Das Schweizer Handball-Nationalteam übersteht die Barrage der Qualifikation zur EM 2016 unbeschadet. Nach dem 34:26-Erfolg in Tallinn bleibt das 31:32 gegen die Balten vor eigenem Publikum folgenlos.

Jürgen Roobas Treffer fünf Sekunden vor Schluss war aus estnischer Optik eine Ehrenmeldung wert - mehr nicht. Das Duell über 120 Minuten verloren die Osteuropäer deutlicher als erwartet. Vor 2250 Zuschauern entglitt der SHV-Auswahl zwar auf höchst unnötige Weise in der Schlussminute das Remis, aber eine Wende war nie zu befürchten.

Nach 30 mehrheitlich guten Minuten führten die Schweizer sogar. Dank Captain Andy Schmid, der sechs seiner acht Treffer in der ersten Hälfte markierte, bereinigten die Gastgeber ihren Fehlstart. Unmittelbar nach der Pause verspielten sie indes mit einer Serie von "unforced errors" innert Kürze ihre Drei-Tore-Vorsprung.

In der Defensive hing zu viel von Daniel Fellmann ab. Als beim Abwehrchef die Energie schwand, fehlte seinen Partnern die Substanz, den Wirkungskreis der beiden Bundesliga-Professionals Patrail und Jaanimaa (zusammen zwölf Treffer) einzuschränken. Weil Caspar, Svajlen und Spengler nicht zur Verfügung standen, fehlten Nationalcoach Rolf Brack die personellen Alternativen, das Problem zu beheben.

Und Keeper Aurel Bringolf, am Mittwoch in Estland mit 14 Paraden ein zentraler Faktor, in St. Gallen wegen Magenbeschwerden geschwächt, kam zu spät auf Touren - sein Stellvertreter Portner spielte ebenfalls nur eine marginale Rolle. Die Niederlage wäre trotzdem zu vermeiden gewesen.

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