Obschon der Gastgeber nicht in bestmöglicher Formation antrat und relativ früh auch auf Spieler der zweiten Garde setzte, verloren das Team von Trainer Goran Perkovac in Wetzlar gegen den früheren Erzrivalen so hoch wie seit 1995 nicht mehr.

Nach 26 Minuten führten die Einheimischen 18:6. Ohne ihren im Klub engagierten Regisseur Andy Schmid fehlte der Schweizer schlicht die Qualität, die robuste 6:0-Abwehr des physisch und technisch mindestens eine Klasse besseren Kontrahenten auszuspielen. Martin Heubergers Equipe dominierte das Geschehen auf jedem Quadratmeter des Parketts.

Und im Tor sorgte Silvio Heinevetter in den ersten 30 Minuten mit 13 Paraden praktisch im Alleingang für die erhebliche Differenz. Der Berliner Goalie-Künstler fand angesichts der früh entspannten Lage gar Zeit und Musse , die 4412 Zuschauer mit einem Sprint an den gegnerischen Kreis zu unterhalten.