Der 28-jährige Schwabe Marcel Schneider aus Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart pulverisierte mit dem Total von 262 Schlägen den Rekord, den der Franzose Victor Riu (265 Schläge) im Jahr 2013 aufgestellt hatte.

Die Vorstellung des Deutschen, der am Ende der letzten Saison über das grosse Qualifikationsturnier in die PGA European Tour aufgestiegen war, beeindruckte von Anfang bis zum Schluss. Auf den ersten 62 Löchern - also bis zum 9. Loch der Schlussrunde - musste er nur einen einzigen Schlagverlust (Bogey) hinnehmen. Gerade in den ersten zwei Runden, die er mit 63 und 64 Schlägen absolvierte, spielte er die Konkurrenz in Grund und Boden.

Es ist durchaus möglich, dass Schneider in der laufenden Saison wieder vermehrt auf die Challenge Tour setzen wird, zumal ihm die ersten fünf Monate seiner ersten Saison auf der European Tour nicht nach Wunsch gelungen sind. In zehn Turnieren der grossen Tour spielte er nur rund 20'000 Euro ein, also deutlich weniger als mit dem Siegercheck der Swiss Challenge.

Schweizer nicht in der ersten Reihe

Die Schweizer Golfer waren in der ganzen Woche weit davon entfernt, einen Exploit zu bieten wie 2017, als der Thurgauer Joel Girrbach das Turnier als erster Schweizer gewonnen hatte. Girrbach selber musste sich mit drei Schlägen unter Par mit dem 57. Platz begnügen, ex aequo mit dem in Como lebenden Luganesen Luca Galliano. Es verwunderte nicht, dass Girrbach enttäuscht war. Einen Spieler mit Aufstiegsambitionen bringen hintere Klassierungen im Feld der Finalisten nicht weiter.

Eher freudestrahlend zeigte sich dagegen der 22-jährige Zürcher Amateur Neal Woernhard, der vorhat, auf die nächste Saison zu den Professionals zu wechseln. In der Schlussrunde fiel er in den 65. Rang zurück, aber er nimmt die Eindrücke der zweiten und der dritten Runde mit, die er mit 66 und 69 Schlägen bewältigt hatte.