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Schweizer Dressur-Team im Kampf um Rio 2016 deutlich geschlagen

Marcela Krinke Susmelj mit Molberg

Marcela Krinke Susmelj mit Molberg

Die Schweizer Dressurreiter kommen an der EM in Aachen (De) nicht über den zwölften Schlussrang hinaus. Gold gewint überraschend Holland, zum dritten Mal nach 2007 und 2009.

Die Chancen auf ein Olympia-Ticket, welches an die Top-6-Nationen vergeben wurde, hatte die Schweiz bereits am Mittwoch verspielt. Anna-Mengia Aerne-Caliezi und Marcela Krinke Susmelj hatten 24 Stunden später keine Chance mehr, das Blatt zu wenden. Immerhin erreichten sie mehr Prozentpunkte als ihre Teamkolleginnen.

Krinke Susmelj schaffte als 30. gerade noch den Einzug in den Einzelfinal. Als Fünftletzte ritt sie mit ihrem 14-jährigen Dänen-Wallach Molberg vor 20'000 Zuschauern in die Arena. "Molberg ist sehr sensibel und wurde vom Applaus für meine Vorreiterin derart irritiert, dass der Faden quasi schon vor der Prüfung riss", sagte die 49-jährige Tierärztin. Die Reiterin hatte einen kontrollierten, aber wenig spektakulären Auftritt. "Ich wollte nur noch sauber durchkommen und mich für den Einzelfinal qualifizieren." Die Luzernerin will nun am Samstag im Grand Prix Spécial angreifen, um den Kürfinal der Top 15 zu erreichen.

Mit dem 14-jährigen Bayern-Hengst Raffaelo va Bene, der bei einem Unfall das linke Auge verloren hatte, begann Aerne-Caliezi im Grand Prix schwungvoll. Doch ein Fehler beim Wechsel vom starken Trab in die Passage warf die 51-jährige Zürcherin zurück. "Ich hatte etwas zu viel Druck mit dem Schenkel gemacht, was Raffaelo aus dem Takt brachte. Die verlorenen Punkte kosteten mich leider die Qualifikation für den Einzelfinal", sagte sie.

Derweil verpasste die deutsche Dressur-Equipe, ihres Zeichens 22-facher Europameister, überraschend den erneuten Mannschafts-Titel. Matthias Rath auf Totilas und Kristina Bröring-Sprehe auf Desperados, Jessica Bredow-Werndl auf Unee und Isabell Werth auf Don Johnson mussten sich mit Bronze zufriedengeben. Europameister wurde erst zum dritten Mal Holland vor Olympiasieger Grossbritannien.

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