Einen Tag nach dem starken Auftritt im Halbfinal gegen Schweden (2:3) verloren die Schweizer in Helsinki das Spiel um Rang 3 gegen Tschechien deutlich mit 3:9.

Damit bleiben die Schweizer zum ersten Mal seit 2004 (4. an der Heim-WM in Kloten) und erst zum dritten Mal überhaupt ohne Edelmetall. Noch nie hatten die Schweizer davor ein Spiel um Rang 3 gegen die Tschechen verloren. Den Osteuropäern gelang damit auch die Revanche für die letzte WM, als die Schweizer in Prag das Bronze-Spiel in der Verlängerung für sich entschieden.

Die Schweizer kamen nicht mehr an die Leistung vom Vortag gegen Schweden heran. Weniger als 28 Stunden nach dem Halbfinal wirkten sie müde und ausgelaugt. Mit Ausnahme einer Phase im Mitteldrittel, als sie durch Simon Stucki und Matthias Hofbauer zwischenzeitlich 2:1 in Führung gingen, bekamen die Schweizer die kampfstarken Tschechen nicht in den Griff. Im letzten Abschnitt versuchten die Schweizer noch einmal alles und nahmen bereits in der 48. Minute den Torhüter hinaus. Die Wende gelang nicht mehr. Im Gegenteil: Am Schluss kassierten die Schweizer gar eine Kanterniederlage.

Zum Matchwinner für Tschechien avancierte Tomas Chrapek, der in der SML für Grünenmatt spielt. Der Stürmer erzielte drei Treffer, unter anderen auch die wegweisenden zum 3:2 (34.) und 4:2 (40.). Nicht nur wegen Chrapek dürfte die Freude in Grünenmatt gross sein: Mit Trainer Tomas Trnavsky sowie den Stürmern Daniel Sebek und Radek Sikora spielen weitere Mitglieder des tschechischen Teams im Emmentaler Klub.

Die Goldmedaille ging an Finnland. Der Gastgeber verteidigte seinen WM-Titel mit einem 6:2-Finalsieg gegen Schweden erfolgreich. Vor über 13'000 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Hartwall Arena waren die Finnen im "Traumfinal" die klar bessere Mannschaft. Der sechsfache Weltmeister Schweden musste zum zweiten Mal in Folge mit Silber Vorlieb nehmen.