Trotz starker Gegenwehr gelang den Schweizern der erste Sieg gegen Schweden im 62. Anlauf nicht. Ein Klassenunterschied wie im WM-Halbfinal vor zwei Jahren in Göteborg (1:10) war nicht erkennbar, vor allem nicht, als die Schweizer im Mitteldrittel nach frühem 0:2-Rückstand erfolgreich zur Aufholjagd ansetzten. Dennoch scheiterte die Schweiz an den elften Titelkämpfen zum neunten Mal in den Halbfinals; den einzigen Finaleinzug schaffte sie 1998 in Prag mit einem Sieg gegen Finnland.

Die Schweden kamen zwar zu mehr Torabschlüssen, Grosschancen häuften sich aber erst in den Schlussminuten, als die Schweizer unter Zugzwang standen. Die Treffer vom 2:2 zum 2:7 fielen erst im Schlussdrittel, jene vom 2:4 zum 2:7 in den letzten vier Minuten.

Ein missglückter Weitschuss von WM-Debütant Christoph Camenisch leitete eine Viertelstunde vor Schluss die Schweizer Niederlage ein. Die Schweden fingen den Ball in der Mittelzone ab und vollendeten den Konter zum 3:2. Vier Minuten später erhöhten sie nach einer Zweiminutenstrafe gegen Camenisch in Überzahl auf 4:2. Im Mittelabschnitt hatten die Schweizer dank Treffern von Nico Scalvinoni und Nicola Bischofberger den Zweitorerückstand wettgemacht, den sie sich in den ersten sieben Minuten eingehandelt hatten.

Am Sonntag spielt die Schweiz wie vor zwei Jahren gegen Tschechien um Platz 3. Die Tschechen unterlagen im zweiten Halbfinal Finnland knapp mit 3:4. Den entscheidenden Treffer markierten die Finnen sieben Sekunden vor Schluss. Gegen Tschechien gewann die Schweiz die vier letzten Duelle seit der 3:4-Niederlage an den letzten Titelkämpfen.