Dolidowitsch wurde für fünf Tage gesperrt, weil in seinem Blut der Richtwert von 17,0 Gramm roter Blutkörperchen pro Deziliter Blut übertroffen wurde. Aus dem gleichen Grund war der Weissrusse schon während den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin suspendiert.

Bei Hoffmann wurde dieser Grenzwert nicht überschritten. Hingegen wurde das Verhältnis zwischen den roten und den frisch gebildeten Blutkörperchen (Hämoglobin und Retikoluzyten) als auffallend eingestuft. Ein späterer, interner Test ergab allerdings normale Werte, weshalb der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) Protest gegen die Gesundheitsspere von zwei Wochen einlegte.

Österreichische Langläufer und Biathleten waren in Turin in einen Dopingskandal verwickelt. Hoffmann war dort allerdings nicht dabei. Er war 1999 in der Ramsau (Ö) Staffel-Weltmeister geworden, hatte 1998 bei den Winterspielen in Nagano (Jap) über 50 km die Bronzemedaille gewonnen und vier Jahre später über 30 km die Goldmedaille des wegen Dopings disqualifizierten Joahnn Mühlegg (De) geerbt. In diesem Winter hatte Hoffmann an der WM in Liberec (Tsch) am 50-km-Rennen teilgenommen (25. Platz) und vor zwei Wochen im Weltup in Lahti (Fi) über 15 km Skating eher überraschend den 3. Platz erreicht.