FC Aarau
Schafft der FC Aarau eine Überraschung?

Schafft der FC Aarau im Heimspiel gegen den FC Zürich eine Überraschung? Ein Blick auf die Statistik der letzten drei Jahre zeigt: Aarau ist der Angstgegner der Zürcher. Auch wegen Giuseppe Rapisarda, der wieder fit und einsatzbereit ist.

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Der A1-Express rollt und rollt

Der A1-Express rollt und rollt

Ruedi Kuhn

Warum allein Auto fahren, wenn drei Berufsfussballer am gleichen Ort wohnen und das gleiche Ziel haben? Sagte sich Cleverle Gürkan Sermeter. Flugs gründete der frühere Aarauer Publikumsliebling im Januar 2008 zusammen mit Jonas Elmer und Giuseppe Rapisarda den A1-Express.

Vom Trio zum Duo

Die drei trafen sich jeweils am Morgen am Zürcher Bucheggplatz und fuhren gemeinsam ins Brügglifeld. Rapisarda lächelt und sagt: «Gabs auf der Autobahn einen Stau, so dauerte die kleine Reise bis zu einer Stunde, bei freier Fahrt schafften wir es in 35 bis 40 Minuten. Und das selbstverständlich ohne jegliche Überschreitungen der Geschwindigkeiten.» Aus dem Trio ist inzwischen ein Duo geworden. Sermeter spielt zurzeit nämlich bei der AC Bellinzona. Ab Juni muss Rapisarda dann aber wohl allein von Zürich nach Aarau fahren. Elmer wird in der Meisterschaft 2010/11 höchstwahrscheinlich beim FC Sion spielen.

Pechvogel und Glückspilz

Zurück zu Rapisarda, der in seiner dritten Saison bei den Aarauern nicht so richtig auf Touren kommt. Eine Verletzung an der Achillessehne behinderte den 24-jährigen Verteidiger in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Klar also, dass Trainer Martin Andermatt in der Innenverteidigung auf Giuseppe Aquaro und Martin Stoll setzte.

Rapisarda versuchte, sich im Training mit starken Leistungen den Platz in der Startformation zu sichern. Dann aber zog sich Stoll vor dem Auswärtsspiel gegen St.Gallen ein Knochenödem im linken Knie zu und musste eine Zwangspause einlegen. Stolls Pech war Rapisardas Glück: Der italienisch-schweizerische Doppelbürger rückte in die Startelf auf und konnte beim 2:2 gegen St.Gallen und 0:2 gegen GC durchaus überzeugen.

Dass Rapisarda gegen den FC Zürich zum dritten Mal in Folge von Beginn an spielen möchte, versteht sich von selbst. Schliesslich ist der FCZ sein Stammverein. «Ich spielte schon als F-Junior beim FCZ», so Rapisarda, «und habe im Letzigrund 15 wunderschöne Jahre erlebt. Ein Spiel gegen meinen früheren Klub ist für mich deshalb etwas ganz Besonderes.»

Rapisardas Bilanz mit dem FC Aarau gegen die Zürcher ist positiv: In sieben Spielen gabs drei Siege, drei Unentschieden und nur eine Niederlage. Am 16. März 2008 beim 1:0-Erfolg schoss Rapisarda den Siegestreffer. Am 1.September 2007 beim 1:1 erzielte der Abwehrspieler ebenfalls ein Tor – allerdings ein Eigentor.

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