Die Bauzeit ist sehr knapp bemessen. Bereits im November 2016 sollen die Fachmärkte und Dienstleister ihre Türen öffnen. In den Bau investieren Fontana Invest (Stadion) und Methabau (Mantel) 60 Millionen Franken, wie die Verantwortlichen am Montag an einer Medienkonferenz ausführten. Ankermieter und Namenssponsor ist der Möbelhändler Lipo.

Das Stadion umfasst vier Sektoren mit insgesamt gut 8000 Zuschauerplätzen. Es genügt den Anforderungen von Challenge- und Super-League-Spielen. Später soll es auch UEFA-tauglich werden. Im Stadion trainieren werden gemäss den Bauherren die erste Mannschaft des FC Schaffhausen sowie sämtliche Mannschaften von dessen Spitzennachwuchs.

Auch Grossanlässe vorgesehen

Aber nicht nur Fussballspiele sollen im Lipo Park stattfinden. Die Fontana Invest von FC Schaffhausen-Präsident Aniello Fontana besitze die Bewilligung für zwölf Grossveranstaltungen pro Jahr, hiess es. Beim Stadion entstehen 250 Parkplätze. Während dem Spielbetrieb stehen zudem Parkflächen rund ums Stadion zur Verfügung.

Mit dem Baustart findet die jahrelange Geschichte um das neue Schaffhauser Fussball-Stadion einen Abschluss. Die Stadt hatte schon 2013 die Baubewilligung erteilt, die Realisierung des Baus liess aber auf sich warten.

Im September 2014 hiess das Stadtparlament eine Beteiligung der Stadt am Projekt gut - einem Zuschuss von zwei Millionen Franken und einem jährlich wiederkehrenden Betriebsbeitag von 60'000 Franken. Gegen den Beschluss kam das Referendum zu Stande. Und die Schaffhauser Stimmberechtigten schickten das Ansinnen bachab. Jetzt wird das Stadion ohne Hilfe der öffentlichen Hand gebaut.

Der FC Schaffhausen ist seit 1950 im Stadion auf der Breite zu Hause. Diese gehört der Stadt. Es erfüllt jedoch schon längst nicht mehr die Anforderungen der Swiss Football League.

Seit rund 20 Jahren erteilt sie deshalb nur noch provisorische Spielbewilligungen. Wird nicht bald ein neues Stadion gebaut, will sie diese nicht mehr geben. Schaffhausen spielt in der Challenge League.