«Schachen muss grün bleiben»
«Schachen muss grün bleiben»

Der Aargauische Rennverein (ARV) verdankte den 33 Jahre dauernden Einsatz von Rolf Blattner als Bahnchef im Schachen mit der Ehrenmitgliedschaft. Blattner betonte vor der Generalversammlung im «Schützen», dass «das Reiterstadion grün bleiben muss»

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Aargauer Zeitung

Die Freunde des Pferdesportes in der Kantonshauptstadt kamen in Scharen an die Jahresversammlung und durften aus dem Munde des Präsidenten Beat Ries erfahren, dass der Aargauische Rennverein (ARV) auf eine gute Saison 2008 zurücklicken darf. Zwischen 5500 und 8300 Zuschauer pilgerten an den vier Renntagen in das Reiterstadion, zeigten sich laut Ries «begeistert» und sorgten für Wettumsätze um die 100 000 Franken pro Sonntag.

Finanziell wieder etwas Luft

Die erfreulichen Zahlen schlugen sich auch in der Jahresrechnung nieder. Finanzchef Charly Säuberli konnte nach schweren Zeiten verkünden, dass der ARV das Fremdkapital reduzieren und einen kleinen Überschuss von 11 000 Franken erwirtschaften konnte. Damit verfügt der Verein erstmals seit Jahren wieder über ein kleines Eigenkapital.

Möglich gemacht haben die Zinsentlastung die Stadt Aarau und der Turfclub, die auf Darlehen verzichtet haben. Die Überschwemmung der Bahn im August 2007 hat laut Säuberli Kosten in Höhe von 425 000 Franken verursacht, die von der Versicherung gedeckt wurden. Unter dem Strich blieb dank der Fronarbeit von zahlreichen Helfern ein kleiner Gewinn aus dieser Unwetterkatastrophe.

Trotz diesem Silberstreifen am finanziellen ARV-Horizont werden laut Beat Ries «die Zeiten nicht einfacher». Firmengelder fliessen in der Wirtschaftskrise zurückhaltender und erschweren die Arbeit der Sponsorchefin und Geschäftsführerin Maria Leibundgut zusätzlich. Trotzdem ist der Vorstand optimistisch und will auch im laufenden Jahr vier Renntage präsentieren, nämlich am 24. Mai, am 7. Juni, am 6. und am 27. September.

Am 7. Juni kommt es in Aarau zu einer Premiere, zu einem «Vaudoise»-Tag. Die gleichnamige Versicherung offeriert für alle Turffreunde einen Gratis-Eintritt. Von den geplanten 36 Rennen sind bis heute 27 mit einem rechtskräftigen Vertrag gesichert, beim Rest gehen Gespräche und Verhandlungen weiter. Laut Beat Ries ist aber die Durchführung der vier Renntage in keiner Art gefährdet.

Schneider und Zubler gewählt

Die Versammlung nahm auch zwei Ersatzwahlen in den Vorstand vor. Neu als Vertreterin Trabrennsport nimmt Barbara Schneider aus der «Rösseler»-Dynastie von Schöftland Einsitz in diesem Gremium. Neuer Bahnchef wird der Aarauer Hans-Peter Zubler, der Rolf Blattner ersetzt. Der Küttiger fungierte 33 Jahre lang als umsichtiger Organisator, der aber auch kräftig anpacken konnte. «Ich gebe meinen Schachen heute ab und reihe mich in die Gruppe der freiwilligen Helfer ein», sagte das neue Ehrenmitglied des ARV und versprach, auch künftig dafür zu sorgen, dass «das Reiterstadion grün bleibt» und nicht zu einer Sandbahn wird.

Nach den guten Wünschen aus dem Rathaus durch Stadtammann Marcel Guignard zeigten Ueli und Anita Windisch aus Densbüren eine eindrückliche Dokumentation über den Grosstier-Rettungsdienst, wobei es vornehmlich um die Bergung von verunglückten Pferden ging.