SCB vor erneutem Playoff-Out - Zug schaffte Break

Endstation Weibel: Der Zuger Goalie befindet sich rechtzeitig in Hochform

Endstation Weibel: Der Zuger Goalie befindet sich rechtzeitig in Hochform

Der EV Zug steht nach dem ersten Sieg seit siebeneinhalb Jahren in Bern vor dem Einzug in den Playoff-Halbfinal.

Qualifikationssieger Bern verlor Spiel 5 der Viertelfinalserie vor eigenem Publikum mit 2:3 und liegt jetzt auch mit 2:3 Siegen zurück. Erstmals seit September 2001 oder nach 23 Spielen gelang dem EVZ wieder ein Sieg beim SC Bern. Der EV Zug kann am Montag mit einem Heimsieg zum zehnten Mal in der Klubgeschichte in die Playoff-Halbfinals einziehen.

Dem SCB droht dagegen die Wiederholung des Szenarios aus dem Vorjahr; damals war der Titelkandidat als Qualifikationssieger in den Viertelfinals in sechs Spielen am Qualifikations-Achten (damals Fribourg-Gottéron) gescheitert. Die Zentralschweizer verdienten sich das erste Break in dieser Serie mit einer erneut aufopfernden Leistung. Ein Zuger Doppelschlag innerhalb von 31 Sekunden durch Corsin Camichel und Corsin Casutt im Mitteldrittel sorgte für einen siegweisenden 3:0-Vorsprung.

SCB-Trainer John van Boxmeer hatte im Mitteldrittel nach dem 0:3 von Casutt ein Timeout genommen; Martin Plüss liess wenige Sekunden darauf mit seinem vierten Treffer in der Serie -- dem Tor zum 1:3 -- die Hoffnung in den SCB-Reihen aufkeimen.

Christian Dubé brachte den SC Bern dann mit dem einzigen Powerplaytor der Partie zu Beginn des Schlussdrittels noch auf 2:3 heran und läutete die Berner Schlussoffensive ein. Doch nach dem 400. Skorerpunkt von Dubé für den SCB liess sich der erneut imponierende EVZ-Goalie Lars Weibel nicht mehr bezwingen. Weibel parierte 35 Schüsse, während SCB-Goalie Marco Bührers Quote (19 Paraden) erneut deutlich niedriger lag.

Das Zuger 2:0 von Corsin Camichel war dabei fast eine Kopie des Siegtores des Engadiners von Spiel 2 in Zug, als er das siegbringende 3:2 gar in Unterzahl erzielt hatte. Auch damals war Corsin Camichel solo auf seinen ehemaligen SCB-Teamkollegen Marco Bührer zugefahren. "Er kannte meinen Trick. Dennoch landete der Puck im Netz", sagte der Engadiner damals. Marco Bührer und Corsin Camichel hatten letzte Saison noch beim SC Bern die Saison begonnen. Dann kehrte Corsin Camichel zu Ambri-Piotta zurück, ehe er im Laufe dieser Spielzeit zum EV Zug wechselte.

Überschattet wurde das Geschehen im Startdrittel von einem rüden Foul des Zugers Jay Harrison an Patrick Bärtschi. Der Berner musste mit einer Hirnerschütterung vom Eis getragen werden.

Bern - Zug 2:3 (0:0, 1:3, 1:0).

PostFinance-Arena. -- 17 131 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Reiber, Arm/Küng. -- Tore: 22. McTavish (Dupont) 0:1. 33. Corsin Camichel (McTavish) 0:2. 34. Casutt (Brunner) 0:3. 35. Martin Plüss 1:3. 41. (40:56) Dubé (Rüthemann, Martin Plüss/Ausschluss Diaz) 2:3. -- Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Gamache) plus Spieldauer (Gamache) gegen Bern, 3mal 2 plus 5 Minuten (Harrison) plus Matchstrafe (Harrison) gegen Zug. -- PostFinance-Topskorer: Dubé; Holden.

Bern: Bührer; Jobin, Josi; Beat Gerber, Philippe Furrer; Carney, Rytz; Gamache, Dubé, Gelinas; Patrik Bärtschi, Martin Plüss, Rüthemann; Bordeleau, Ziegler, Reichert; Daniel Meier, Chatelain, Froidevaux; Trevor Meier.

Zug: Weibel; Diaz, Back; Dupont, Oppliger; Maurer, Harrison; Corsin Camichel, Patrick Fischer, Brunner; Casutt, Steinmann, Fabian Schnyder; Lüthi, Bucher, Bodemann.

Bemerkungen: Bern ohne Roche (krank) und Abid (überzählig), Zug ohne Sutter, Di Pietro, Björn Christen, Dominic Meier und Kress (alle verletzt) sowie Isbister (überzählig). -- 7. Patrik Bärtschi verletzt ausgeschieden (nach Ellbogen-Check von Harrison). -- Pfostenschüsse: 10. Rüthemann, 22. McTavish. -- 34. Timeout Bern. -- Bern ab 59:09 ohne Torhüter.

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