Bergunfälle

SAC verzeichnet 2020 mehr Bergnotfälle als im Vorjahr

Im laufenden Jahr hat der Schweizer Alpen-Club mehr Bergnotfälle verzeichnet als letztes Jahr. (Archivbild)

Im laufenden Jahr hat der Schweizer Alpen-Club mehr Bergnotfälle verzeichnet als letztes Jahr. (Archivbild)

In der Schweiz sind in den ersten neun Monaten 2893 Bergnotfälle verzeichnet worden. In der gleichen Periode des Vorjahres waren es 2490 Fälle gewesen, wie der Schweizer Alpen-Club (SAC) am Freitag bekannt gab.

Praktisch unverändert war laut einer provisorischen Zwischenbilanz des SAC die Zahl der Verstorbenen. 2019 seien in den ersten neun Monaten 136 Todesopfer verzeichnet worden, im laufenden Jahr seien es 134 Verstorbene gewesen.

In den ersten neun Monaten seien fast so viele Bergsportler gerettet worden wie im gesamten Vorjahr, schreibt der SAC weiter. Wesentlich weniger Notfälle seien bei den Schneesportarten verzeichnet worden. Mehr Rettungseinsätze habe es dagegen beim Bergwandern, auf Klettersteigen und beim Mountainbiken gegeben.

Der SAC habe während des Lockdowns im Frühling von anspruchsvollen alpinen Aktivitäten abgeraten. Dies widerspiegle sich auch in den Unfallzahlen. Obwohl es im März und April so gute Skitourenverhältnisse gegeben habe wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr, hätten sich viele Bergsporttreibende offensichtlich an die Empfehlungen gehalten. Dies lasse sich anhand der rückläufigen Zahlen im Not- und Unfallgeschehen deutlich erkennen.

Nach den Lockerungen im Mai seien die Aktivitäten wieder hoch gewesen, was wiederum bei den vermehrten Bergrettungseinsätzen eindeutig feststellbar gewesen sei.

Erwartungsgemäss sei der Anteil der betroffenen Schweizer Berggängerinnen und Berggänger höher gewesen als jener der ausländischen Gäste. So sei der Anteil der Schweizerinnen und Schweizer 2019 noch bei 63 Prozent gelegen, im laufenden Jahr seien 73 Prozent Einheimische gewesen.

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