Ribéry
Ribéry und Ballack: Will man da noch Fan sein?

Zwei Fouls haben die Fussball-Fans erregt wie selten zuvor: Franck Ribéry attackiert im Champions-League-Halbfinale den Fuss von Lyon-Stürmer Lisandro Lopez. Der Schiedsrichter entschied Rot. Tage später springt Kevin-Prince Boateng Michael Ballack in die Beine, der Rest ist bekannt. Ist dieser Fussball noch das, wofür wir hoffen, bangen und uns freuen?

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Michael Ballack (im Vordergrund)

Michael Ballack (im Vordergrund)

Keystone

Die ehrwürdige Frankfurter Allgemiene Zeitung entwickelte eine Verschwärungstheorie: Hier "gilt es vielen als erwiesen, dass der zum WM-Aufgebot Ghanas gehörende Boateng in voller Absicht und möglicherweise sogar mit Blick auf die WM und den Gruppengegner Deutschland zutrat."

Während Ribéry und Ballack also um die vielleicht wichtigsten Spiele ihrer Karriere beraubt werden, fährt Boateng fröhlich pfeifend nach Südafrika. Eine Sauerei, dass man (fast) damit aufhören möchte, Fussball-Fan zu sein, schreibt die deutsche Bild-Zeitung, Stimme des Fussball-Volkes.

Wer Ballack jetzt bei der WM ersetzen soll, ist die nächste heiss diskutierte Frage. Da kann man nur sagen: Schweinsteiger (73 Länderspiele), Lahm (64), Klose (94) und sogar Podolski (71) haben bereits mehr oder fast so viele Einsätze wie z.B. Uwe Seeler (72) auf dem Buckel. Die Erfahrung ist also da.