American Football

Rekordsieger: Die New England Patriots gewinnen den Super Bowl – Tom Brady wird zur Legende

Die New England Patriots um Star-Quarterback Tom Brady gewannen zum sechsten Mal die Super Bowl. Das leicht favorisierte New England besiegte in Atlanta in der 53. Super Bowl die Los Angeles Rams mit 13:3.

Zum wertvollsten Spieler der 53. Super Bowl (MVP) wurde Julian Edelman gewählt. Der 32-jährige Wide Receiver komplettierte zehn Zuspiele für einen Raumgewinn von 141 Yards.

"Er verdient es", sagte Brady voller Freude für seinen Teamkollegen. Über seine komplette Karriere hat Edelman 115 Würfe in den Playoffs gefangen und liegt damit in der NFL-Bestenliste auf Platz zwei. Hall-of-Famer Jerry Rice führt diese Statistik mit 151 an.

Julian Edelman gibt nach dem Sieg ein Interview.

Mit dem Triumph zogen die Patriots mit Super-Bowl-Rekordsieger Pittsburgh Steelers gleich, die ebenfalls sechs Mal die Super Bowl holten.

Brady erreicht Legenden-Status

New Englands Quarterback Tom Brady hat die Patriots zu allen sechs bisherigen Super-Bowl-Siegen geführt, was noch keiner vor ihm schaffte. Der 41-jährige Superstar zementierte damit seinen Legenden-Status.

Der Altmeister entschied bei seiner neunten Final-Teilnahme das Duell mit dem 17 Jahre jüngeren Rams-Quarterback Jared Goff zu seinen Gunsten. Der Youngster war im erst vierten Playoffspiel seiner Karriere phasenweise sichtlich überfordert. Die Rams verpassten damit ihren zweiten Super-Bowl-Sieg nach 2000, als sie vor der Rückkehr nach Los Angeles noch in St. Louis beheimatet waren.

Drei Spielviertel ohne Touchdown

Beide Teams blieben die ersten drei Viertel ohne Touchdowns, eine Premiere für den Super Bowl. Mit vier perfekten Pässen in Serie bereitete Brady im letzten Spielviertel den entscheidenden Touchdown zum 10:3 vor, NFL-Rookie Sony Michel trug den Ball die verbliebenen zwei Yards in die Endzone.

Rams-Quarterback Goff zitterten die Hände

Rams-Quarterback Goff war die Nervosität auf der grossen Bühne anzumerken, mehrfach schaute sich der 24-Jährige nach den harten Attacken der Patriots hilflos um. Sechsmal waren die Rams vor der Pause in Ballbesitz, sechsmal mussten sie den Ball zum Gegner schiessen. Gostkowski erzielte mit einem erfolgreichen Field Goal die 3:0-Führung für New England - nur einmal gab es in der Super-Bowl-Geschichte eine erste Hälfte mit weniger Punkten.

Kurz nach der wenig spektakulären Halbzeitshow mit der Popband Maroon 5 als Top-Act verloren die Patriots ihren Verteidiger Patrick Chung durch eine Armverletzung. Weiter dominierten beide Abwehrreihen, immerhin konnte Kicker Greg Zuerlein zum 3:3 für die Rams ausgleichen.

Brady drehte nun aber auf, ein idealer Pass auf Rob Gronkowski leitete den entscheidenden Durchbruch ein, Runningback Sony Michel vollendete zum Touchdown. Mit einem fatalen Fehlpass vergab Goff im Gegenzug die Chance, sein Team wieder heranzuführen. Gostkowski erhöhte per Kick auf 13:3 und die Rams waren geschlagen.

Tiefstes Skore der Super-Bowl-Geschichte

Auf der Tribüne verfolgten Stars wie Sänger Jon Bon Jovi, die frühere Sprint-Ikone Usain Bolt oder der irische Käfigkämpfer Conor McGregor ein von starken Abwehrreihen geprägtes Spiel. Der 66-Jährige Bill Belichick entschied dabei das Trainerduell mit dem halb so alten Rams-Trainer Sean McVay für sich und baute seinen Rekord als ältester Coach eines Super-Bowl-Siegers weiter aus.

Der irische Käfigkämpfer Conor McGregor am Super Bowl in Atlanta

"Es gibt eine Konstante in den letzten 18 Jahren. Zwei Männer haben das Beste geschafft, was jemals erreicht wurde: Bill Belichick und Tom Brady", lobte Patriots-Besitzer Robert Kraft das Duo. "Aufgrund ihrer harten Arbeit und echter Führungsstärke darf ich zum sechsten Mal sagen: Wir sind alle Patriots."

Zum dritten Mal nach 1994 und 2000 war Atlanta Super-Bowl-Schauplatz. 75'000 Zuschauer vor Ort und rund 110 Millionen US-TV-Zuschauer verfolgten die 53. Super Bowl live. Mit dem 13:3 für New England erlebten sie das tiefste Skore der Super-Bowl-Geschichte. Kein Wunder, wurde das Endspiel der National Football League auf den sozialen Medien als "SuperBore" (extrem langweilig) verspottet. Die bisherige Skore-Tiefmarke datierte aus dem Jahr 1972, als sich Miami gegen Washington mit 14:7 durchsetzte.

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