Rauswurf: Diego Maradonas Vertrag als Naticoach wurde nicht verlängert

Diego Maradona ist nicht länger Trainer der argentinischen Fussballnationalmannschaft. Der Präsidenten des nationalen Verbandes AFA, Julio Grondona hat ihn ohne mit der Wimper zu zucken, rausgeschmissen.

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Diego Armando Maradona

Diego Armando Maradona

Keystone

Maradona trauert und hüllt sich in Schweigen. Am Dienstag gab Julio Grondona bekannt, dass der Vertrag mit Diego Maradona nicht verlängert werde.

Gleich vier Namen möglicher Nachfolger wurden dann in der Nacht zu Mittwoch gehandelt: Die besten Chancen soll dabei der Trainer des Erstligaclubs Estudiantes de la Plata, Alejandro Sabella, haben. Er gilt als besonnen und medienscheu, ein echter Anti-Diego. Außerdem sei er Favorit des mächtigen Präsidenten des nationalen Verbandes AFA, Julio Grondona, schrieb die Sportzeitung «Olé». Grondona meinte jedoch seelenruhig: «Nachfolger? Damit eilt es nicht».

Eine Gruppe Demonstranten hatte zuvor vor dem Gebäude der AFA gegen Grondona demonstriert und an die Wand geschrieben: «Grondona, Gegner des Volkes». Einer Internetumfrage zufolge will eine Mehrheit der Argentinier am liebsten den erfolgreichsten argentinischen Trainer der vergangenen Jahre, den Ex-Trainer von Boca Juniors, Carlos Bianchi, als neuen Nationalcoach. Der aber kann Grondona nicht ausstehen und hat schon früher Angebote Grondonas abgelehnt.

Zum Interimstrainer wurde der Trainer der U 20, Sergio Batista, bestellt. Auch das eine weitere Demütigung für Maradona: Batista ist sein Intimfeind. Batista betreut die Nationalelf damit im Freundschaftsspiel gegen Irland am 11. August in Dublin. 18 Spieler habe «freundlicherweise» noch Maradona kurz vor seinem Vertragsende aufgelistet, sechs weitere habe die AFA «für alle Fälle» hinzugefügt, sagte Grondona. (dpa/az)

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