Rang 3 als Pflicht, Rang 1 als Kür

Immer noch im Schuss Team-Aargau-Trainer Ranko Jakovljevic schoss die Schöftler Senioren zum Aargauer Cupsieg 2009. (Bild: awa)

Ranko Jakovljevic

Immer noch im Schuss Team-Aargau-Trainer Ranko Jakovljevic schoss die Schöftler Senioren zum Aargauer Cupsieg 2009. (Bild: awa)

Am Samstag ist es so weit: Mit dem Auswärtsspiel gegen Kickers Luzern beginnt für das Team Aargau U21 die neue Saison. Trainer Ranko Jakovljevic nennt das Minimalziel: «Wir wollen in die Top 3.»

Ruedi Kuhn

Talente sind sie alle, die 18- bis 20-jährigen Kicker vom Team Aargau U21: Und träumen deshalb von einer grossen Karriere. Nacheifern wollen sie in erster Linie Frédéric Schaub, Emir Sinanovic und Tobias Müller, die zurzeit zum Kader der ersten Mannschaft des FC Aarau zählen. Verteidiger Schaub ist momentan sogar in der Startformation mit dabei. Wer aber ist der Nächste, der den Sprung schafft? Loris Benito? Zelimir Skopljak? Skender Zeqiri? Severin Dätwyler? Oder sogar Dejan Jakovljevic?

Der Sohn von Trainer Ranko Jakovljevic spielt im Mittelfeld und hat durchaus das Potenzial für höhere Aufgaben. Vater Ranko spricht im Vorfeld der Saison aber nicht gerne über die Qualitäten von einzelnen Spielern, nein, er stellt die Mannschaftsleistung und den Teamgeist in den Vordergrund. «Wir gewinnen und verlieren als Team», sagt der 42-Jährige, der im November die Prüfungen als Instruktor abschliessen wird und danach sogar Challenge-League-Mannschaften trainieren darf.

Jakovljevic ist seit 2007 Trainer des neu gegründeten Teams Aargau U21. Während seiner Aktivkarriere spielte er für Roter Stern Belgrad und wurde mit dem Traditionsverein 1988 Cupsieger. In der letzten Meisterschaft spielte er bei Schöftland in der ersten Mannschaft, bei den Veteranen und Senioren. Jetzt kickt der in Suhr wohnhafte zweifache Familienvater für die zweite Mannschaft des FC Aarau in der 5. Liga.

Fürs Team Aargau beginnt die Saison 2009/10 am Samstag, 17.15 Uhr, mit dem Auswärtsspiel gegen Kickers Luzern. Dabei hat die Mannschaft trotz einem Durchschnittsalter von nur knapp 19 Jahren in der Gruppe 3 der 2. Liga Interregional die Favoritenrolle inne. Was die Qualität des Kaders betrifft, dürfte der 1.-Liga-Absteiger Olten mit Trainer René Erlachner im Kampf um den Aufstieg wohl der härteste Konkurrent sein. Heisse Aussenseiter sind wohl Buochs und Sursee.

Nach der Konsolidierung in der vierthöchsten Schweizer Spielklasse mit Rang 3 in der Saison 2008/09 wird in der neuen Meisterschaft also erneut ein Spitzenplatz angestrebt. Um die Ausbildungsstruktur innerhalb des Teams Aargau zu optimieren und die besten Talente an die erste Mannschaft heranzuführen, ist die Promotion in die 1. Liga wichtig. Zwar ist die U21-Auswahl ein Ausbildungsteam, anderseits dient sie aber auch als Reserveteam für Spieler der ersten Mannschaft. Deshalb können pro Spiel auch drei Akteure eingesetzt werden, die älter als 21 Jahre sind.

Die Philosophie des Teams Aargau U21 verlangt von einem fussballerisch begabten Spieler neben sieben Trainingseinheiten pro Woche auch eine erfolgreiche Schul- und Berufsausbildung. Die Belastung für die jungen Fussballer ist also riesengross. So ist es denn auch kein Wunder, dass das eine oder andere Talent den physischen und psychischen Anforderungen nicht gewachsen ist und bald einmal auf einen «normalen» Beruf setzt. So ist Härte gegen sich selbst die erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Profikarriere.

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