Der derzeit beste europäische Snowboarder dominierte den hochklassigen Halfpipe-Wettbewerb. Hinter dem doppelten finnischen BEO-Champion und Laari Ilkka-Eemeli rettete Iouri Podladtchikov die Ehre der hoch eingeschätzten Schweizer Rider. Lediglich 2,67 Punkte trennten den Stadtzürcher vom Sieger Piiroinen.

Für einen der Favoriten endete das BEO im letzten Training vor dem Final schmerzhaft: Markus Keller stürzte nach einem relativ einfachen Trick und erlitt dabei eine Gehirnerschütterung. Beim heftigen Aufprall zerbrach sogar Kellers Helm. Er wird wahrscheinlich mehrere Tage pausieren müssen und verpasst deswegen den zweiten Teil der internen Olympia-Ausscheidung ziemlich sicher.

Nicht auf Touren kam dagegen der Bündner Christian Haller. Seit der frühzeitig gesicherten Qualifikation für die Winterspiele in Vancouver erreichte der Zweite der TTR-Wertung keine Spitzenergebnisse mehr.

Vier Tage vor der entscheidenden Phase der Olympia-Trials in Davos sandte Ursina Haller ihren nationalen Konkurrentinnen ein Signal der Stärke. Die Schwester von Christian Haller bot erstmals in einem Contest einen Trick mit zweieinhalb Rotationen (900er). Einzig die Polin Paulina Ligocka fand gegen die Stilistin aus dem Engadin ein Mittel.

Sina Candrian, neben Haller und Manuela Pesko (Vorbereitung auf die Trials) die dritte Kandidatin für einen der beiden Olympia-Startplätze, schied im Halbfinal aus.