Weil Zug auf Kosten der SCL Tigers in extremis die Viertelfinals erreichte, setzten sich in der Regular Season jene acht Mannschaften durch, die schon vor der Saison in den Playoffs erwartet worden waren. Für ZSC-Trainer Sean Simpson haben zwar alle acht Teams realistische Chancen auf den Titel, Favorit ist für ihn allerdings der Sieger der Serie Bern - Zug. Wenn den Zugern die Überraschung gelinge, seien sie nur sehr schwer zu bezwingen, glaubt der Kanadier.

Zu Bern - Zug: Die Innerschweizer gewannen in diesem Jahr 12 von 16 Partien. Die Statistik spricht aber anz klar für die Berner, die in der Qualifikation alle vier Spiele mit einem Gesamtskore von 20:11 für sich entschieden. Zu Hause ist der SCB, letztmals 2004 Meister, gegen Zug seit dem 8. September 2001 ungeschlagen.

Zu ZSC Lions - Fribourg: Die Zürcher sind auf dem Papier klarer Favorit. Doch das war im vergangenen Jahr auch der SCB... Für ZSC-Trainer Simpson sei Fribourg sicher besser, als es der 7. Rang in der Qualifikation ausdrücke. Bei den ZSC Lions stellt sich die Frage, ob sie nach dem sensationellen Gewinn der Champions Hockey League nochmals genügend Biss entwickeln können.

Für Fribourg ist der ZSC aufgrund der Resultate in der Qualifikation der schwerstmögliche Gegner, sind die Lions doch das einzige Team, gegen das die Westschweizer nie gewinnen konnten.

Zu Davos - Lugano: In der Qualifikation stand in drei von vier Duellen nach 60 Minuten kein Sieger fest. Die Bündner sind im Playoff immer schwer zu schlagen, sie können dank ihrer Schnelligkeit jeden Gegner in die Knie zwingen. Die Luganesi besitzen allerdings mehr Talent im Team, weshalb sie für HCD-Trainer Arno Del Curto schon vor dem Meisterschaftsstart der klare Geheimfavorit auf den Titel waren.

Zu Kloten - Servette: Diese Paarung gabs in den Playoffs noch nie. Das Duell scheint völlig offen zu sein. Die Klotener waren zwar in der Regular Season als Dritter mit 96 Punkten so gut wie nie seit dem Gewinn des letzten Meistertitels im Jahr 1996 und stellten die beste Abwehr der Liga, doch die Formkurve zeigte zuletzt stark nach unten. Servettes Trainerfuchs Chris McSorley macht kein Geheimnis daraus, dass er die Flyers als Gegner bevorzugt. Letztes Jahr scheiterten die Genfer erst im Final an den ZSC Lions.