Ski alpin

Pini löst Ansermoz als Cheftrainer ab

Mauro Pini.

Mauro Pini.

Die Schweizer Skifahrerinnen erhalten nach vier Jahren einen neuen Cheftrainer.

Hugues Ansermoz muss nach vier Jahren als Frauen-Cheftrainer den Hut nehmen. Überraschend ist, wen Swiss-Ski als Nachfolger des 46-jährigen Waadtländers einsetzt. Mauro Pini kehrt nach nur einem Jahr in den Frauen-Rennsport zurück, womit Didier Cuche, Didier Défago und Silvan Zurbriggen schon wieder einen neuen Trainer erhalten.

Ansermoz wurde die Misere in den technischen Disziplinen zum Verhängnis, die von der Verbandsführung stärker gewichtet wurden als die Erfolge im Speed-Bereich. Im Slalom resultierten für Swiss-Ski in der abgelaufenen Saison nur 72 Weltcup-Punkte. Im Riesenslalom war in Abwesenheit der verletzten "Privatfahrerin" Lara Gut der 4. Platz von Fabienne Suter an den Olympischen Spielen das einzige Spitzenresultat weit und breit. Gemäss Communiqué prüfen Swiss-Ski und Ansermoz gemeinsam, ob eine Weiterbeschäftigung in einem anderen Bereich möglich sei.

Mauro Pini (45) war in der Vergangenheit wiederholt als Schweizer Frauen-Cheftrainer gehandelt worden - auch, als Ansermoz den Zuschlag für die Nachfolge des damals nach nur einem Jahr zurückgetretenen Osi Inglin erhielt. Dass Pini jetzt zum Zug kommt, ist eine faustdicke Überraschung. Erst vor Jahresfrist hatte er Patrice Morisod, die langjährige Vertrauensperson von Cuche und Défago, nach dessen Wechsel zum französischen Verband, ersetzt. Die Gruppe knüpfte unter Pini nahtlos an die Erfolge der Ära Morisod an. Silvan Zurbriggen steigerte sich sogar zum besten Winter seiner Karriere.

Einen Namen hatte sich Pini als Frauen-Trainer mit Hauptaugenmerk auf den technischen Disziplinen gemacht. Zunächst führte er die Spanierin Jose Maria Rienda Contreras zu sechs Weltcupsiegen im Riesenslalom. Im Winter 2008/2009 fungierte er dann als Privattrainer von Lara Gut, die er zum ersten Weltcupsieg und zwei WM-Silbermedaillen führte. Wer den Tessiner bei den Männern ersetzt, ist offen.

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