Für die Berner war es im fünften Cupfinal die fünfte Niederlage, womit sie weiter auf den ersten Titelgewinn seit 1985 warten. Bereits im Mai 2015 hatten sie im Endspiel gegen Pfadi verloren, damals 25:26.

Der Final war wie erwartet hart umkämpft. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, die 17:16 für den BSV endete, steigerten sich die Winterthurer in der Verteidigung. Dass sie in den zweiten 30 Minuten nur noch 13 Gegentreffer zuliessen, lag zu einem grossen Teil an Matias Schulz. Der argentinische Nationalgoalie parierte nach der Pause neun Schüsse.

In der 36. Minute ging Pfadi nach einem Schuss ins leere Tor von Cédrie Tynowski mit 20:19 erstmals nach dem 2:1 in Führung. Nach dem 20:20 zogen die Gäste auf 23:20 (41.) davon, worauf die Berner nur noch dreimal bis auf einen Treffer herankamen. Die vorentscheidenden Tore Pfadis vom 29:28 (56.) zum 31:28 (58.) erzielte der angeschlagene Aufbauer Filip Maros, der insgesamt sechsmal reüssierte. Je siebenmal erfolgreich waren bei den Winterthurern Ante Kuduz und Kevin Jud. Letzterer verzeichnete nur zwei Fehlwürfe, nachdem er wegen einer Zehenverletzung fit gespritzt worden war.

Die Hoffnungen der Berner, bei denen sich Tobias Baumgartner als achtfacher Torschütze auszeichnete, auf den ersten Titelgewinn nach 32 Jahren waren gross gewesen. Sie hatten zuvor in dieser Saison kein einzige Partie vor heimischem Publikum verloren. Im Cup bezwangen sie zu Hause NLA-Leader Wacker Thun (30:26) und Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen (26:20).

Telegramm:

BSV Bern Muri - Pfadi Winterthur 30:33 (17:16)

Wankdorfhalle, Bern. - 2800 Zuschauer (ausverkauft). - SR Sager/Styger. - Torfolge: 1:0, 1:2, 6:2 (11.), 6:4, 10:8, 12:8, 13:9, 13:12, 15:12, 16:13, 16:15, 17:16; 18:16, 18:18, 19:18, 19:20 (36.), 20:20, 20:23 (41.), 23:26, 25:26, 26:27, 26:29, 28:29 (56.), 28:31 (58.), 30:33. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen den BSV Bern Muri, 5mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur.

BSV Bern Muri: Marjanac/Rosenberg; Lengacher (1), Groff (2), Thomas Heer, Baumgartner (8), Getzmann (7/5), Striffeler, Kusio (2), Spinola (5), Szymanski (2), Arn (3), Mühlemann.

Pfadi Winterthur: Schulz/Vaskevicius (15. bis 30. plus für 1 Penalty); Maros (6), Cédrie Tynowski (3), Hess (4), Kasapidis (1), Langerhuus (1), Lier (4), Kuduz (7), Jud (7), Freivogel, Svajlen.

Bemerkungen: Pfadi Winterthur ohne Sidorowicz, Vernier und Joël Tynowski (alle verletzt).