Sie schied in den Viertelfinals gegen die Deutsche Sabine Lisicki aus.

Die 30-jährige Baselbieterin Schnyder bezwang in der Nacht auf Freitag im Achtelfinal die Comeback-Frau des Jahres mit 6:4, 3:6, 7:6 (8:6). Die Partie gegen Kim Clijsters, die erst im August nach zweijährigem Unterbruch auf die WTA Tour zurückgekehrt war und danach gleich am US Open triumphiert hatte, dauerte exakt zwei Stunden und endete erst nach Mitternacht. Die Belgierin führte im ersten Satz 4:2, ehe Schnyder fünf Games in Folge für sich entschied. Im zweiten Durchgang hatte die Schweizerin 3:2 vorne gelegen, bevor Clijsters aufdrehte und ihrerseits vier Games hintereinander gewann.

Im dritten Satz schlug Schnyder beim Stand von 5:4 zum Matchgewinn auf, doch musste sie Clijsters, die 1999 in Luxemburg als 16-Jährige ihren ersten von mittlerweile 35 WTA-Titeln gewann, nochmals den Ausgleich zugestehen. Schnyder bewies danach aber im entscheidenden Tiebreak Nervenstärke und verwertete ihren dritten Matchball. Im August in Cincinnati war die Linkshänderin der ehemaligen Weltnummer 1 noch diskussionslos 2:6, 5:7 unterlegen.

Gegen die um zehn Jahre jüngere Lisicki blieb Schnyder chancenlos, obwohl sie sämtliche vier Breakbälle in einen Gamegewinn umwandelte und somit eine Erfolgsquote von 100 Prozent in der Statistik stehen hatte. Die Deutsche (WTA 28) agierte derart überlegen, dass sie sich auch noch fünf Doppelfehler erlauben konnte. Sieben Servicedurchbrüche aus 13 Breakbällen reichten ihr zum klaren 6:4, 6:2-Sieg. Bereits vor zwei Wochen in Tokio war Lisicki im Duell gegen Schnyder als klare Siegerin vom Platz gegangen.