Nach einer einjährigen Pause in der Saison 2017 stieg Gyr heuer wieder in den Spitzensport ein - mit dem Ziel, auch 2020 in Tokio olympisches Gold zu holen. "Ich bin überzeugt, dass die Chancen gross wären", schrieb Gyr in einem Communiqué. Aber er kam zu einem andern Schluss. Er will die persönliche Entwicklung höher gewichten als die sportliche Karriere, während der er weiterhin rund 30 Wochen im Jahr in aller Welt unterwegs gewesen wäre. Gyr nimmt ein attraktives beruchfliches Angebot an. "Ich musste feststellen, dass ich die Wettkämpfe nach wie vor über alles liebe, aber dass ich nicht mehr bereit bin, alles dem Spitzensport unterzuordnen. Daher ist der Rücktritt für mich die Konsequenz."

Gyr startete nach der Pause in der offenen Kategorie. Er hätte in Tokio als erster Ruderer überhaupt sowohl in einem Leichtgewichts-Boot als auch in der offenen Kategorie eine Medaille gewinnen können.

Die herausragenden Erfolge der Karriere glückten Mario Gyr kurz nacheinander. Zusammen mit Simon Schürch, Lucas Tramèr und Simon Niepmann wurde er als Schlagmann 2015 sowohl Europameister in Posen als auch Weltmeister in Lac d'Aiguebelette. 2016 errang er in der gleichen Crew als Olympiasieger in Rio de Janeiro den grössten Triumph.

Sein letztes Rennen bestreitet Mario Gyr am kommenden Samstag im Achter des Schweizer Nationalteams and Friends beim Red Bull XRow. Das aussergewöhnliche Achterrennen wird auf zwei Seen ausgetragen. Start ist um 14.15 Uhr in Zug. Dazwischen liegen zwei Laufstrecken, unter anderem durch die Hohle Gasse in Küssnach. Das Ziel befindet sich in Luzern bei der Kapellbrücke. Der Zieleinlauf wird für etwa 16.15 Uhr erwartet.