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Olympia-Splitter

Haralds Silovs

Haralds Silovs

Kanadas Premierminister Stephen Harper lässt sich nicht lumpen.

Obwohl er einen Olympia-Pass hat, der ihm freien Zugang zu allen Sportstätten sichert, wird er für alle Eintrittskarten aus eigener Tasche blechen. Sein Pressesprecher Dimitri Soudas erklärte: "Für jeden Wettbewerb, den der Premierminister besucht, wird er persönlich zahlen, und zwar jeweils den Preis für das teuerste Ticket, das angeboten wird." Die besten Plätze bei der Eröffnungsfeier kosteten 1100 Kanadische Dollar (1125 Franken), beim Eishockey-Final liegt der Höchstpreis bei 775 Dollar (793 Franken). Das Geld geht als Spende an die olympischen oder paralympischen Organisationen des Gastgeberlandes.

Zwei Sportarten an einem Tag

Der Lette Haralds Silovs ist der erste Athlet, der bei Olympischen Winterspielen an einem Tag in zwei Sportarten an den Start geht. In Vancouver nimmt der 23-Jährige sowohl an Eisschnelllauf-Rennen als auch an Shorttrack-Wettkämpfen teil. Heute beginnt für Silovs ein stressiges Doppelprogramm. Zunächst startet er im Richmond Olympic Oval auf der 400-m-Bahn im 5000-m-Rennen. Anschliessend eilt der Mann aus Riga zum 19 Kilometer entfernten Pacific Coliseum, um im Shorttrack seinen Vorlauf über 1500 m zu bestreiten.

Die Entschuldigung des Ministers

Nachdem ihr in Winnipeg die Curlingschuhe aus dem Auto gestohlen worden sind, wird Skip Mirjam Ott nun mit Kleidungsstücken geradezu eingedeckt. Nagelneue Schuhe sind aus Ontario in Vancouver eingetroffen, Teamcoach Marc Brügger bringt aus Otts Wohnung in Zürich Ersatzschuhe mit - und seit neuem kann sich die Bernerin auch noch über einen Pullover und einen Glücksbringer aus der kanadischen Provinz Manitoba freuen. Der Pulli ist ein Geschenk und zugleich ein "Sorry" von Eric Robinson, Manitobas Minister für Kultur, Tourismus und Sport. Robinson war der Zwischenfall während des Trainingsaufenthalts in Winnipeg nicht recht gewesen. Die Schweizerinnen sollen Manitoba in positiver Erinnerung behalten.

"Nur" ein Eisschnelllauf-Star

Hollands bester Eisschnellläufer Sven Kramer sah sich mitten in Vancouver plötzlich von einer grossen Traube kanadischer und amerikanischer Fans umringt. Sie hielten Kramer für den ihm sehr gleichenden Eishockey-Topshot Sidney Crosby. Als er ihnen dann eröffnete, er sei nur Sven Kramer, der Eisschnellläufer, sah er sofort die bittere Enttäuschung in ihren Gesichtern. Immerhin strebt Kramer in Vancouver seine dritte Olympia-Goldmedaille an, er ist also in seinem Fach ebenfalls ein Star. Aber für die Hardcore-Fans ist das offenbar zu wenig.

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