Die 24-jährige Genferin hielt bei extrem hoher Wassertemperatur von 30 Grad Celsius lange mit der Spitzengruppe um die spätere Siegerin Keri Anne Payne mit. Erst gegen Ende des über zweistündigen Wettkampfs musste Oberson, die auf die Britin letztlich 18,3 Sekunden verlor, abreissen lassen.

Iris Matthey, die zweite Schweizerin im Einsatz, verlor über fünfeinhalb Minuten auf die Spitze und wurde unter den 56 Starterinnen nur 38.

Um nächstes Jahr in London dabei zu sein, muss Oberson nun einzig noch den von Swiss Olympic geforderten Leistungsnachweis erbringen. Eine Top-10-Rangierung in einem Weltcuprennen im Zeitraum von Januar bis Juni 2012 reicht dazu aus und sollte für die Romande, die im vergangenen Herbst das Weltcuprennen in Dubai gewann, nur noch Formsache sein. Gelingt ihr dies wider Erwarten nicht, kann Oberson den Nachweis auch mit einer Zeit von unter 59 Minuten über 5 km im 50-m-Becken erbringen.

An den Sommerspielen in Peking, als das Langstreckenschwimmen in offenem Gewässer erstmals olympisch war, hatte Oberson als Sechste ein Diplom geholt.

Schanghai (China). WM. Open Water. 10 km. Frauen: 1. Keri Anne Payne (Gb) 2:01:58,1. 2. Martina Grimaldi (It) 1,8 Sekunden zurück. 3. Marianna Lymperta (Grie) 3,7. Ferner: 9. Swann Oberson (Sz) 18,3. 38. Iris Matthey (Sz) 5:37,6. - 56 Teilnehmerinnen am Start, 50 klassiert.