Auf dem äusserst schwierigen Par-71-Platz in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland hat McIlroy die gesamte übrige Konkurrenz vor den beiden Finalrunden schon um neun und mehr Schläge distanziert. Der erst 22-jährige McIlroy hat noch keines der vier grossen Turniere (US Masters, US Open, British Open, US PGA Championship) gewonnen, Yang dagegen weiss bereits, wie sich ein grosser Triumph anfühlt. Im August 2009 errang er an der US PGA Championship als erster Asiate überhaupt einen Titel an einem Majorturnier.

Die favorisierten Top 3 der Weltrangliste schafften zwar den Cut für die Finalrunden, sind jedoch bereits weit abgeschlagen. Lee Westwood (25.) liegt 12 Schläge zurück, Martin Kaymer (33.) 14 Schläge und der englische Weltranglisten-Leader Luke Donald (56.) sogar 15 Schläge.

Der Verlauf des 111. US Open erinnert an das US Masters vor zweieinhalb Monaten. Auch dort beherrschte McIlroy die Konkurrenz lange Zeit nach Belieben. Er lag selbst nach 63 von 72 Löchern noch in Führung, bevor er innerhalb kürzester Zeit auf drei Löchern alle Chancen verspielte. McIlroy sagte nach jenem Debakel, er habe viel lernen können. Das kann er in den verbleibenden zwei Runden nun beweisen.