Bikemarathon
«Nur» Bronzemedaille für Urs Huber

Nach dem enttäuschenden siebten Platz im Vorjahr hat Urs Huber erneut kein Glück an den Bikemarathon-Schweizermeisterschaften am Swiss Bike Masters in Küblis. Ein plattes Vorderrad relegiert den Rad-Renn-Club-Amt-Fahrer auf Platz drei.

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Urs Huber an den Bikemarathon SM

Urs Huber an den Bikemarathon SM

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Von Martin Platter

«Ich war hier angetreten, um zu gewinnen. Da kann ich mit dem dritten Platz nicht zufrieden sein», machte Urs Huber letzten Sonntag im Ziel seinem Ärger Luft. Vom Start weg hatte er den Titelkampf geprägt. Seine hohe Tempovorgabe führte bereits nach wenigen Kilometern in der Steigung nach Pany zur Bildung einer Spitzengruppe, der Alexandre Moos, Titelhalter Lukas Buchli, Andreas Kugler und Thomas Stoll angehörten. Bei der Carschina-Hütte, dem höchsten Punkt der 105 Kilometer Runde im Prättigau war Huber noch immer an der Spitze. Moos, Buchli, Stoll und mit etwas mehr Abstand auch Kugler blieben jedoch in Sichtweite.

In der Abfahrt zwischen «Frösch» und Saas fuhr sich Huber dann aber ein plattes Vorderrad ein und verlor bis zum Radwechsel in Saas viel Zeit. Das Spitzentrio - Kugler konnte den Rückstand nicht mehr wettmachen - wurde sich seiner Chance gewahr und fuhr entfesselt die Steigung zur Madrisa hoch. Huber dagegen haderte einen Moment mit dem Schicksal und kämpfte mit seiner Motivation. Bis km 54 blieb sein Rückstand von beinahe sechs Minuten deshalb konstant.

Zurück in die Medaillenränge

Stoll dagegen zollte dem hohen Tempo Tribut und musste seine beiden Mitstreiter ziehen lassen. Zwischen Schifer und Durana bei km 73 war es dann auch um Buchli geschehen. Moos zog alleine davon, derweil Huber wieder an seine Chance glaubte und sich mit grosser Willensleistung Platz um Platz zurück in die Medaillenränge kämpfte.

Während Moos mit deutlichem Vorsprung von vier Minuten sieben Jahre nach dem Titelgewinn bei den Berufsfahrern auf der Strasse bei den Bikern zu erneuten Meisterehren kam, fehlten Huber am Ende 26 Sekunden auf Buchli, der Silber holte. Mit etwas Distanz zum Rennen waren schliesslich Buchli wie Huber zufrieden mit ihren Leistungen. «Das ist Sport», sagte Huber; «mehr ist nicht dringelegen, ich hatte ab Kilometer starke Beinkrämpfe», erklärte Buchli. Nur Moos blieb stumm und lächelte zufrieden.

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