WM-Qualifikation

Noch 1 Punkt fehlt der Schweizer Nati zur WM-Qualifikation

Ottmar Hitzfeld im Training mit Vonlanthen, Lichtsteiner und Senderos.

Startformation Nati

Ottmar Hitzfeld im Training mit Vonlanthen, Lichtsteiner und Senderos.

Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft hat die Tür zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika mit einem 3:0-Sieg in Luxemburg weit aufgestossen. Im abschliessenden Heimspiel vom Mittwoch gegen Israel reicht ein Unentschieden.

Das Schlussresutat stand schon nach 22 Minuten durch drei Kopfballtore auf stehende Bälle fest. Philippe Senderos traf zweimal, Benjamin Huggel - mit dem 1000. Tor in der Geschichte der Schweizer Nati - einmal.

Am späteren Samstagabend sah es lange Zeit so aus, als würden Griechenland und Lettland unentschieden spielen - was für die Schweiz die vorzeitige WM-Qualifikation bedeutet hätte. Nach dem letztlich klaren 5:2-Sieg der Griechen (vier Tore von Bundesliga-Stürmer Gekas!) ist die Ausgangslage nun aber klar: Gegen die Israeli muss für die Schweiz am Mittwoch in Basel ein Remis her.

Konzentriert und mit Druck beginnen: Die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld liess in Luxemburg keinerlei Zweifel aufkommen, dass sie die wichtige Partie früh in gute Bahnen lenken wollte. Und sie tat es denn auch auf überzeugende Art. Freistoss von rechts durch Alex Frei - Kopfball Senderos - 1:0! Freistoss von links durch Tranquillo Barnetta - Kopfball Senderos - 2:0! In der 6. und in der 8. Minute schlug der Innenverteidiger von Arsenal zu. Ausgerechnet Senderos leitete den ungefährdeten Schweizer Sieg mit seinen Nati-Treffern Nummern 4 und 5 ein, er, der nur wegen Stéphane Grichtings Sperre in die Startaufstellung gerutscht war. Dann kam schon bald der grosse Auftritt des Benjamin Huggel. Nach 22 Minuten hielt der stämmige Basler nach einem Corner den Kopf hin: 3:0!

In der Folge schalteten die Schweizer sichtlich einen Gang zurück und schonten ihre Kräfte, ohne dass sie gegen die Amateure aus dem Kleinstaat in ernsthafte Bedrängnis gekommen wären. Andererseits vergaben die Schweizer dadurch die Möglichkeit für einen Kantersieg, der theoretisch in der Endabrechnung der Gruppe mit Blick auf das Torverhältnis eine Rolle hätte spielen können.

Erst nach rund einer Stunde kam nochmals etwas Leben ins Spiel. Frei prüfte Goalie Jonathan Joubert mit einem Schuss (56.), Diego Benaglio konnte sich mit einer Rettungstat nach einem Kopfball von Joel Kitenge auszeichnen (58.), ehe Blaise Nkufo (63.) und Huggel (66.) zwei weitere gute Möglichkeiten vergaben. Coach Hitzfeld reagierte mit den Einwechslungen von Hakan Yakin (für Frei) und Eren Derdiyok (Vonlanthen), was noch zu zwei weiteren Möglichkeiten für Nkufo (72.) und Derdiyok (85.), aber keinen weiteren Toren führte.

Dieses wäre am ehesten noch auf der Gegenseite gefallen. Zuerst lenkte der fehlerlose Benaglio einen Strasser-Freistoss über die Latte (80.), dann klärte Christoph Spycher nach einem Pupovac-Kopfball auf der eigenen Torlinie (86.). Danach war es an den rund 5000 mitgereisten Schweizer Fans, ihre Mannschaft mit Lobgesängen zu feiern.

Luxemburg - Schweiz 0:3 (0:3).

Josy Barthel, Luxemburg. - 8200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Iturralde Gonzalez (Sp). - Tore: 6. Senderos 0:1. 8. Senderos 0:2. 22. Huggel 0:3.

Luxemburg: Joubert; Kintziger, Blaise, Strasser, Mutsch; Laterza (46. Leweck), Payal, Bettmer, Peters, Collette (73. Jänisch); Kitenge (60. Pupovac).

Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, von Bergen, Senderos, Spycher; Vonlanthen (65. Derdiyok), Inler, Huggel, Barnetta (82. Ziegler); Frei (65. Yakin), Nkufo.

Bemerkungen: Schweiz ohne Grichting (gesperrt). Nicht eingesetzt: Wölfli; Barmettler; Fernandes, Padalino. Auf der Tribüne: Leoni und Schwegler. 86. Spycher klärt nach Pupovac-Kopfball auf der Linie. Verwarnungen: 40. von Bergen (Unsportlichkeit), 43. Bettmer (Foul), 79. Barnetta (Foul).

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